Sind Frauen belasteter als Männer? (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 29.11.2018, 12:47 (vor 16 Tagen) @ W.W.

Ich komme zu Punkt 4: Überwiegend werden Frauen betroffen, was die einen damit erklären, dass Frauen häufiger zu Autoimmunkrankheiten neigen, während andere annehmen, Frauen seien im Leben ganz anderen Belastungen ausgesetzt.

Auch dieser ist umstritten. Die einen sagen, Frauen seien doppelt so häufig betroffen wie Männer, weil sie eben Frauen seien und eine andere genetische Ausstattung und deswegen bevorzugt Autoimmunerkrankungen bekämen.

Ich glaube das nicht, weil meiner Ansicht nach die MS keine Autoimmunerkrankung ist (siehe unten). Dass Frauen anders sind als Männer und ganz anders empfinden, das liegt für mich auf der Hand. Sie haben andere Bedürfnisse und andere Schwachstellen. Vor allem haben sie jahrtausendelang unter der Vorherrschaft der Männer gelitten.

Um agno zuvorzukommen: Natürlich haben Frauen auch Strategien entwickelt, um sie gegen die Dominanz der Männer zu wehren. Krimhild oder Brunhild waren sicher keine hilflosen Mäuschen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie auf anderen Gebieten und mit anderen Waffen zu kämpfen haben.

Insofern sind unsere Statistiken oft nicht besonders hilfreich, weil sie männliches und frauliches Erleben gleichsetzen, und jede Art von Individualität Gift für wissenschaftliche Untersuchungen ist. Heißt das aber, dass es diese Art von Verletzlichkeit nicht gibt?

Ich glaube, die These, dass Frauen mehr Stress zu ertragen haben als Männer, erklärt ihre besondere MS-Häufigkeit besser als jede Autoimmun-Hypothese.

W.W.


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