Obduktionen und MS-Häufigkeit (Allgemeines)

Marc @, Donnerstag, 29.11.2018, 12:41 (vor 13 Tagen) @ W.W.

Kurz: Meine Annahme ist, dass in vielen Menschen der Keim der MS steckt (vielleicht sogar in 1% aller Deutschen), aber sie nur sichtbar wird, wenn zu der Anlage weitere belastende Ereignisse kommen. Und wir werden diese verborgene MS-Häufigkeit niemals entdecken![/b]

...

Ihre Annahme deckt sich eigentlich auch mit gängigen Hypothesen zum EBV getriggerten Autoimmunansatz.

Hierbei entsteht ihr "MS Keim" durch eine symptomlose EBV Infektion welche im Jugendalter entweder in ein pfefersches Drüsenfieber oder (vermutlich häufiger) in eine subklinische Serokonversion endet. Problem ist, dass bei einer verspäteten Seroconversion die B-Zellen im Immunsystem Schaden nehmen können, so das bestimmte Lymphozyten Antigene versehentlich zerstört und autoreaktiv werden.

Der Körper von solchen Betroffenen ist danach auf Autoimmunreaktionen sensibilisiert und zählt somit ab der Jugend dann zu einer Risikogruppe.

Ob und, wenn ja, weshalb sich im Folgenden bei bestimmten Menschen später im Leben in das ZNS gelanende Entzündungszellen auftreten, verbleibt ungelöst. Zu Beobachten und Messen sind jedoch bekanntlich die Folgen der Entzündungen wie Myelinzerstörung, übermäßige Verluste der weißen / grauen Hirnmasse, Gliosen und geschädigte Oligiodendrozyten.

Will heißen, der Schaden an einem zur MS prädisposierten Körper kann beliebig groß und klein sein. Von subklinisch und nur im Liquor nachweisbar bis hin zu EDSS 10. Und vermutlich werden die Trigger von Umwelteinflüssen, Viralen Infekten, oder sonst was abhängen.

An allen Fällen wäre vermutlich die beste Prophylaxe die Entwicklung einer zugelassenen EBV Impfung für Kinder in Risikogegenden. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern..


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