Unterschiedliche Diskussionsstränge (Allgemeines)

Marc @, Mittwoch, 28.11.2018, 17:31 (vor 13 Tagen) @ Boggy

Es gibt grundsätzliche Probleme bei der Frage nach einem möglichen Zusammenhang von "Stress" und MS:

Es gibt keine einheitliche Definition für das, was mit "Stress" jeweils gemeint ist. Unterschiedliche Autoren gehen von unterschiedlichen Vorstellungen/Konzepten aus. Man muß immer die Frage nach einer Vergleichbarkeit stellen.

Die historische Dimension wird ausgeblendet.
Die gesellschaftlichen Bedingungen, die beim einzelnen Menschen "Stress" auslösen, sind nicht gleich über die Zeiträume. Die Rollenbilder, die Arbeitsbedingungen, technischen und sozialen Anforderungen sind heute nicht dieselben wie vor fünfzig oder hundert Jahren.
Das heißt, die Art des "Stresses", seine Auswirkungen, seine Verbreitung, sind nicht gleich und nicht ohne weiteres vergleichbar.

Es gibt MS aber schon lange (auch wenn wir nicht wissen können, wie lange genau).
Genauso wenig wissen wir, ob sich die Anzahl der tatsächlich an MS erkrankten Menschen wirklich erhöht hat.

Gruß
Boggy

Hallo Boggy,

Danke für die schnelle Rückmeldung. Es war nicht meine Absicht, den gefühlt 100nden Diskussionsstrang zur Stressauslöserhypothese aufzumachen.
Du hast es wahrlich nicht verdient, auch hier wieder den Bremsklotz auszupacken um das Thema nicht abgleiten zu lassen.

Es ging mir einfach nur um das Aufzeigen von reel nachweisbaren Unterschieden zwischen Frauen und Männern im Erleben von Stress - insbesondere von subtilen Dauerstress - der duchaus pathologische Konsequenzen haben könnte. Ich dachte hier aber zunächst an Herzkreislaufkrankheiten und nicht an MS.

Dieser Unterschied könnte m.E. jedoch eine Auswirkung auf die unterschiedlichen Auffassungen und Einschätzungen von "Stress" haben.
Und da diese Unterschiede wohl "systemisch" sind, dürfte es m.E. schwer werden, in diesen Diskussionen jemals auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen..

Gruß,
Marc


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