Bindungsverlust und -angst (Therapien)

Tiff-Ahn, Freitag, 23.11.2018, 17:07 (vor 22 Tagen) @ Jakobine

Agno hat so finde ich was Wichtiges geschrieben.
"Wir leben alle mit Bindungsverlust", ich würde sagen als Folge davon mit Angst vor Bindungen. Das ist mittlerweile ein so finde ich durchgängiges Problem. Für manche ist das kein Problem, frei und los ohne Abhängigkeiten zu sein. Auch wird durch die Warenwelt sowieso suggeriert, alles ist möglich, wenn man nur konsumiert. Da Bindung nicht wirklich konsumiert werden kann, ist es heute sowieso nicht erwünscht wirklich gebunden zu sein.
Kinder in meinem Umfeld müssen teilweise mit 3 Monaten in die Krippe, die Eltern machen Karriere, aber trotzdem kommt wieder ein Kind. Diese Kinder können sogen. gesunde Bindungen garnicht aufbauen. Sie sind auch nicht erwünscht. Dann wären sie ein Klotz am Bein. Oder die Schuldgefühle bei den Eltern stören das Karriereverhalten.
Sicher geht es auch anders und wird praktiziert (Elternzeit teilen u. ähnl.).
Da aber fehlendes Eingebundensein (emotional und sozial) einsam und traurig macht, auch im Erwachsenenalter, hat Bindung einen Sinn und sie ist antikapitalistisch, nicht global und unbedingt menschlich und gerade für chronisch kranke Menschen eine Seelenmassage. G. Jakobine

:clap: DANKE :-)
Jepp - darum geht es eigentlich.
Es hat aber wohl nicht jede*R Bindungsverlust, nur halt immer mehr und es gibt sehr viele Varianten von Bindungsstörungen.


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