Wie wird interpretiert? (Therapien)

Tiff-Ahn, Freitag, 23.11.2018, 10:51 (vor 22 Tagen) @ agno

"Es wird argumentiert, daß „Schockerfahrungen und Vertrauensbrüche, die Multiple Sklerose genauso begleiten, wie etwa festgesetzte Einstellungen, insbesondere die „Erwartungsperspektive“. Der Beziehungsrahmen ist definiert durch eine „zu enge Bindung“. Unterdrückte negative, aggressive Gefühle spielen sich fern vom Bewußtsein im Körper ab und geben sich lediglich durch eine destruktive Form des Selbstbezuges zu erkennen: Menschen mit MS„gehen sich selbst auf die Nerven“. Der Mangel an Myelisation wird zum Gesamtausdruck der Erkrankung. Alle diese Erscheinungen lassen sich mit mißglückten Erfahrungen in stabilisierenden Beziehungen, d.h. den Bindungen, erläutern."

Diese Formulierung ist sehr heikel, so ganz gibt das der angehängte Text nicht her.

Sie kann interpretiert werden als: Die MS-Psyche ist pathogen und defizitär, was eine Zuschreibung ist und übelst stigmatisiert.

Sie kann auch wohlwollend interpretiert werden im Sinne von: Infolge mangelhafter Bindungserfahrungen bildet sich ein anfälliges Nervensystem, so wie Kinder, die zu wenig Sonne erleben, eben einen schwachen Knochenaufbau (Rachitis) entwickeln.

--> Also das schwache Nervensystem ist eine Folge der äußeren Störungen und nicht eigenes Verschulden.

Nichtsdestotrotz – bei mir läuten schnell die Alarmglocken, wenn ich „Freud“ lese.


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