Nur die MS-Betroffenen selbst können den Betroffenen helfen! (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 22.11.2018, 12:52 (vor 22 Tagen) @ W.W.

Wenn wir von der Erneuerung der MS sprechen, dann scheint uns beides vor den Augen zu stehen: die Sehnsucht nach kuhwarmem Gelehrtenwissen und die Befreiung gerade von diesem Expertenwissen.

Man will alle Ketten sprengen, um endlich in Neuland zu gelangen. Aber könnte das nicht ein fataler Fehler sein, dass man sozusagen das Koordinatensystem verlässt, dass uns die Forscher der Vergangenheit aufgespannt haben, dass wir ohne das Hin und Her der beflissenen Kenner ohne Orientierung sind, Gefahr laufen, längst Durchdachtes neu durchzudenken und eventuell sogar Irrlichtern nachzulaufen.

Es spricht entsetzlich viel dafür, aud dem Boden der „normalen“ Wissenschaft zu bleiben, aber noch mehr spricht dafür, ihn zu verlassen und zu versuchen, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Der gelehrte Quark behindert uns am Denken!

Wir laufen also Gefahr, uns in ein Niemandsland zu begeben, wo überall Gefahren lauern, aber ohne die "Emanzipation" von den gelahrten Köpfen werden wir dazu verdammt sein, immer ihre erwiesenermaßen fruchtlosen Gedanken nachzudenken. Ich glaube, Krankengymnasten wissen besser darüber Bescheid, ob ein MS-Medikament wirkt, als Neurologen!

Das ist die eine Gefahr, die gleichzeitg eine Riesenchance ist! Die andere ist, dass wir uns gegenseitig zerfleischen, so wie es sein kann, dass man sich ein Paradies erdenkt, in dem niemand leben möchte, weil jeder Adam und jede Eva es besser wissen und ihren Diskussionspartner als Bedrohung empfinden. Wir sind nicht in einer Kampfarena!

Ich sehe auch eine Gefahr darin, dass man sozusagen zu heftig diskutiert, seine eigene Beredsamkeit als Keule benutzt und andere in Grund und Boden redet. Auch ich muss in dieser Hinsicht aufpassen: nicht, weil ich "beredt" bin. sondern weil ich dazu neige, zu viel und zu lange zu reden!:-(

W.W.


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