Entmenschlichung in der Medizin (Allgemeines)

agno @, Sonntag, 04.11.2018, 15:36 (vor 9 Tagen)

Da ich mich in meinen Äußerungen meistens zwischen unverstanden und missverstanden bewege, versuche ich mich einmal am Beispiel von Christian Stöcker mit Donald Trump.

"Die wenigsten Menschen, die anderen schlimme Dinge antun, betrachten sich selbst als böse. Im Gegenteil: Die Selbstwahrnehmung vieler Täter, von Psychopathen, Berufskillern und gewalttätigen Satanisten vielleicht abgesehen, ist eine völlig andere: Sie tun, was getan werden muss. Sie bekämpfen einen Feind, der - ihrer Wahrnehmung zufolge - eine schlimme Bedrohung darstellt."

Ich kann mich noch daran erinnern, damals als die erste Antikörper-MS-Therapie zurückgezogen wurde, weil man bis zu jenem Zeitpunkt ein solch hohes TherapieRisiko für untragbar gehalten hatte.
Daraufhin gab es großes Geschrei vieler MS-Patienten.

Ich behaupte jetzt etwas wofür ich wahrscheinlich Haue bekomme.
Die Entmenschlichung der MS-Patienten kam ursprünglich von den Patienten!

In der alten Zeit der Hilflosigkeit, nahmen sich die Ärzte zurück.
Die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit blieb unausgesprochen.
Jeder Patient hatte seinen selbstgewählten Weg.

Inzwischen ist da ein Krieg entstanden.
Ein Krieg, bei dem Kollateralschäden als unvermeidlich kommuniziert werden.
Ich kann mir einige Lebenssituationen vorstellen, bei denen ich vermute, dass ich jedes Risiko für tragbar halten würde.
Nur, wenn ein Neurologe bei dieser Risikobewertung zwischen Hoffnung und kleinem bzw großen Fiasko, Stellung nimmt, dann empfinde ich das als maximal übergriffig.
Die Art und Weise wie diese Neurologenmeinung aktuell begründet wird, empfinde ich als Entmenschlichung.

mfG agno

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Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass der Mediamarkt nur Spülmaschinen montieren kann, wenn der Küchenbesitzer das Altgerät selbst ausbaut. -> Frohe Weihnachten!


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