Marc mit dem immunsuppressiven Hebel: Eine systemische oder eine philosophische Frage? (Allgemeines)

Marc @, Mittwoch, 31.10.2018, 12:55 (vor 13 Tagen) @ agno

Hallo Agno,

... Die Nutzung von Immunsuppressiven Therapien bei "progredienten Verläufen“ bleibt daher nunmal ein möglicher Hebel zum Aufhalten des Krankheitsfortschrittes. Man kann ihn nutzen und Abwägung aller Aspekte oder nicht.
Aber die Behauptung dass es diesen Hebel nicht gäbe ist schlichtweg falsch.

Ich habe nie behauptet, dass es den Hebel nicht gibt und nach meinem aktuellen Wissensstand werde ich das auch nie!

Du warst auch nicht gemeint. Es geht mir um die "wissenschaftlichen Meinungsmacher", die interessierte Leser wie dich von dieser Trennung überzeugen und die Diskussion entsprechend formen. Sorry wenn das anders 'rübergekommen ist.

Man kann sich nun dazu austauschen, weshalb die "Wissenschaft" zu solchen Aussagen kommen könnte und vielleicht dazu seine persönlichen Verschwörungstheorien aufstellen. Die Grundaussage bleibt aber falsch!! (imho)


Puh, Marc...
"weshalb die "Wissenschaft" zu solchen Aussagen kommen könnte"

Forschung ist Forschung ist gut!
Deren Interpretation und die Risikobewertung ist eine ganz andere Nummer.
Was macht den Wert meines Lebens aus?
Wie hoch schätzt du die Neurologenkompetenz zu dieser Frage?

Nein, Forschung ist nur dann gut, wenn sie nicht in einer Höhle steckt und zum Selbstzweck verkommt.
Entsprechend niedrig werte ich (persönlich) die Kompetenz von manchen Neurologen wie z.B. Wiendl.
Zu seinen Vorträgen habe ich ja meine Meinung gerade geschrieben.

Ist die Meinungsveränderung eines Patienten zu dieser Frage, in den nächsten Jahrzehnten, absehbar?

Ich glaube kaum, dass Patenten ein Problem hätten, bestehende Paradigmen zu wechseln wenn sie damit endlch mal greifbare Verbesserungen erfahren würden.
Wenn ggf. jmd. dem/der eine "progrediente Verlaufsform" augestellt wurde, eine Verbesserung seiner/ihrer Lebensqualität erfahren könnte unter zuhilfenahme eines Medikamentes, das bisher nur bei RRMS zugelassen war, und nach Abwägung aller Kosten/Risiken, dann vermute ich dass sie das auch tun würden.
Es wäre auch egal, welches Paradigma aktuell von der Wissenschaft propagiert wird.
Patienten haben schliesslich "eine MS" und sonst nichts.

Bin ich jetzt menschlich, philosophisch oder verschwörungstheoretisch?

Meines Erachtens sind dies einfach nur Fragen eines agnostischen Patienten an einen rhetorischen Akrobaten der ihm eine Unterkunft in seinem wissenschaftlichen Kartenhaus anbietet.
Leider gibt’s auf HRS aber keine Alternativen mehr für den Abend…

Grüße,
Marc


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