Der Krieg gegen Erreger kann nicht gewonnen werden (Allgemeines)

kirstenna, Sonntag, 07.10.2018, 13:56 (vor 70 Tagen) @ Tiff-Ahn

Es klingt erst einmal total unwissenschaftlich, bis die Bilder auf einen wirken.

Ich kann nur sagen, dass ich mich ja gerade auch mit einem Antibiotika-Schaden herumplage, der die Blasenschleimhaut inklusive Harnröre bis Ausgang in Mitleidenschaft zog.

Am erhellendsten war für mich das Buch von Dr. Siklinde Hakushi (Hakushi ist ein Pseudonym):
"Was Urologen Ihnen nicht erzählen-Risiko saurer Urin".

Es liest sich erst einmal unwissenschaftlich an, um in kurzer Zeit auf eine etwas ungeschickte Art sehr genau wissenschaftliche Erkenntnisse zu präsentieren, die ich lieber eher gewußt hätte.

Sie unterscheidet nach den verschiedenen Bakterien wie Ecoli, Klebsiella, Proteus etc. um aufzuzeigen, wie unterschiedlich sie sich in verschiedenen Milieus entwickeln.

Hat man Ecolis im Urin, kann ein "Ansäuern mit Cranberry" extrem verkehrt sein.

Hat man den Anflug einer neuen Blasenentzündung reicht schon etwas Basenlauge, wie Bullrich-Salz auf Wasser oder Natron, um das Abzubügeln.

In meiner jetzigen Lage ist saurer Urin für mich das absolute Martyrium, das maximale Schmerzen durch die entzündete bzw. teil abgelöste Blasenschleimhaut garantiert.

Die Leute wissen das nicht und es gibt nicht wenige Beispiele, wo sie sich nur auf Grund der unerträglichen Schmerzen die Blase entfernen lassen.

Natürlich sind auch die zuvor abzurechnenden Untersuchungen wie Blasenspiegelung oder Blasendehnung bzw. Gewebeproben unter Vollnarkose sinnlos und führen u.a. zu Hunnerschen Ulzera. Bzw. befördern Bakterien vom Harnröhrenausgang wie mit einem Lift ins Blaseninnere, wo sie noch nie waren und nie hingekommen wären.

Wer sich dann noch Instillationen gefallen lässt, die wöchentlich durchgeführt werden (Inhalt 200 Euro selber zahlen) und nach 5-6 mal nur wenige Wochen wirken, da muss doch der Groschen fallen, das das kontrapunktiv für den Patient, nicht aber für den Urologen ist.

Eigenartiger Weise ist eine reine Urinuntersuchung, bei der man ohne Weiteres die überdurchschnittlich abgelöste GAG Schicht nachweisen kann, nicht "standartisiert".

Tatsächlich hilft zwar auch Pentasanpolysulfat (ich nehme es als 645 Euro teure Kapsel und als billige Thrombocidcreme) --- aber das absolute A und O ist der basische Urin (Prüfen).

Letztendlich waren die Schmerzen schnell weg und die Heilung setzt ein. Es dauert allerdings sehr lange, bis der Prozess abgeschlossen ist, mindestens 6 Monate.

Würde ich mich in den Fängen der Urologen verheddern, wäre ich ein extrem hoffnungsloser Fall.

Ich habe 5 konsultiert, von denen einige gar nichts wissen, einer etwas Bescheid wußte und einer ganz gut Bescheid wußte, aber klar sagte, dass die Krankenkassen in der Vorgabe stringend sind. Immerhin hätte er mich auf die basische Diät hingewiesen.

Ist es Mittelalter? Hexenhammer, der sich als Fortschritt tarnt?

Davon abgesehen würde ich niemals jemanden in meine Blase spiegeln lassen.

Danke Tiff, für den Vortrags-Tipp.


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