Aufräumen mit dem Lebensstil-Hype bei MS (Allgemeines)

Boggy, Donnerstag, 13.09.2018, 16:50 (vor 12 Tagen)

Noch mal kurz und auf die Schnelle, weil ich schon wieder auf dem Absprung bin ... ;-)
Nennen wir es eine persönliche Stellungnahme:

Das Ergebnis vorweg:
Ein nach landläufigen Vorstellungen und Erkenntnissen "gesunder" Lebensstil (nach Bedarf und Bedürfnis Meditation und/oder Psychotherapie miteingeschlossen) ist wahrscheinlich bei sehr vielen Erkrankungen sinnvoll und hilfreich, um den Organismus beim Gesundwerden zu unterstützen.
Er ist wahrscheinlich auch bei vielen chronischen Erkrankungen sinnvoll und hilfreich.
"Heilung" ist aber damit nicht garantiert.

Wahrscheinlich (vielleicht?)
gilt dies auch für MS:
nämlich eine sinnvolle Unterstützung des chronisch kranken Organismus zu sein.
(Aber GENAU = verläßlich, wissen wir es nicht! Wie beeinflußbar die MS durch diese Maßnahmen tatsächlich ist, ist nicht gesichert und überprüfbar geklärt.)
Das ist alles.
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All diese Lebensstil-Missionare wie Böttcher mit LifeStyle & MS, life SMS oder Jelinek usw. blasen diese relativ simple Erkenntnis nun zu einer MS-Ideologie auf und befrachten sie mit Heilungs- und/oder Stabilisierungsversprechungen.
Und eröffnen dabei ein schon kaum noch überschaubares Feld an Maßnahmen, Mitteln, Therapieformen usw. in das jede Menge Menschen mit oder ohne MS hineinströmen, um ihr persönliches Süppchen darin zu kochen, und MS-kranke Menschen damit zu "beglücken".

Und machen den armen MS-Patienten damit verrückt (einschließlich ärmer), mit all ihren Ratschlägen, Anweisungen und Forderungen.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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