Auch wenn man eine MS nicht heilen kann, kann man sie trotzdem überwinden! (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 10.09.2018, 09:30 (vor 70 Tagen) @ W.W.

Wenn ich noch einmal darüber nachdenke, meine ich, man könnte eine MS haben - und es gar nicht merken. Z.B. weil die Symptome so leicht und so flüchtig waren, dass man gar nicht auf die Idee gekommen wäre, deswegen zum Arzt zu gehen.

Dann hätte man also bei großer Sorgfalt, eine MS bemerken und diagnostizieren können. Aber hätte man das tun sollen? Vermutlich würde man dann Gefahr laufen, dass ein besonders ehrgeiziger junger Arzt mit stolzgeschwellter Brust feststellt, dass man aufgrund seiner Diagnosekriterien eine MS hätte, aber diese zum Glück rechtzeitig erkannt worden sei.

Aber ist das wirklich ein Glück? Denn er wird vermutlich sagen, in diesem Frühstadium könne man noch besonders viel tun, damit die Krankheit gebremst werde - wie man einen Waldbrand am besten bekämpfen kann, wenn man ihn möglichst früh erkennt.

Ich glaube, es ist diese unglückliche Analogie, die so viel Unglück über die MS-Betroffenen gibt. Denn es scheint so selbstverständlich zu sein, dass man eine Krankheit so früh wie möglich entdecken und behandeln muss, und nicht erst, wenn es schon zu spät ist.

Aus meiner Sicht sind das grauenhafte Fehlurteile, die nur anscheinend dem gesunden Menschenverstand entspringen. Tatsache ist: Wenn eine MS in einem Großteil der Fälle harmlos verläuft, dann wird man dann, wenn man sie möglichst früh zu behandeln beginnt, erreichen, dass sie ziemlich unauffällig verläuft.

Doch das hätte sie auch ohne die Medikamente getan! So scheint mir eine möglichst frühzeitige Behandlung der MS ein Betrug zu sein, indem sich der Arzt mit Federn schmückt, die gar nicht das Resultat seiner Sorgfalt und Gründlichkeit sind, sondern auch ohne sein "hilfreiches" Einschreiten wäre es gut gegangen.

Wenn es nur das wäre, könnte man das bedauern, weil die Behandlung Milliarden von Euro verschlingt, die man an anderen Stellen sinnvoller einsetzen könnte, aber es ist noch schlimmer: Die MS-Patienten werden mit nebenwirkungsreichen Medikamenten gequält!

Ist das eine übertriebene Annahme? Ich glaube nicht, wenn man an die grippeähnlichen Nebenwirkungen denkt, die Leberveränderungen, die Allergien, die Magenschmerzen, die Hautverhärtungen und das Risiko unter der Immunmodulation einen Krebs oder eine PML zu erleiden. Und diese ständige Mahnung: "Hast du dir dein Medikament schon gespritzt? Schließlich hast du ja eine MS."

W.W.

supression


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