Klimaanlage, wer hat eine? (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 07.08.2018, 12:51 (vor 14 Tagen) @ julia

Vielleicht hat es damit nichts direkt zu tun, aber ich denke bei dieser Hitze nicht nur oft an Storms "Regentrude", sondern vor allem an diese Geschichte:

Eines Tages kam ein Bauer zu Gott. Er führte heftige Klage gegen Gott und sagte:„Gott, du bist so groß und mächtig. Du kannst über Sonne und Regen befehlen und du willst gewiss das Beste für deine Geschöpfe auf der Erde. Doch in dem einen Jahr schickst du soviel Regen, dass viele Ähren an den Halmen verfaulen. Dann - in einem anderen Jahr - schickst du die Trockenheit und lässt die Sonne soviel scheinen, dass viele Ähren vertrocknen. Du hast gewiss soviel zu tun, dass du nicht an alles denken kannst. Wenn du jemanden beauftragen würdest, der sich auskennt mit dem Getreide und mit dem Wetter, könnte der doch alles zum Wohle aller ausrichten. Willst du mich nicht das Wetter machen lassen?“

Der Bauer hatte seine Rede schnell und heftig vorgebracht und wartete nun mit klopfendem Herzen auf die Antwort. Gott schmunzelte und dann erlaubte er dem Bauern, für ein Jahr das Wetter zu bestimmen. 0, wie der Bauer sich mühte! Als die Zeit der Saat kam, schickte er sanften Regen und warme Sonnenstrahlen. Im Sommer, wenn die Sonne kräftig vom Himmel schien und die Halme zu verbrennen schienen, schickte er Wolken.

So ordnete der Bauer Sonne und Regen in genau dem richtigen Maß. Die Getreidehalme wuchsen gut und wurden kräftig. Voller Freude wartete der Bauer, bis sie goldgelb dastanden. Den Tag der Ernte konnte er kaum erwarten. Endlich war es soweit. Er prüfte die Ähren - wie er es jedes Jahr zu tun pflegte, wenn der Tag der Ernte kam -, indem er die Ähren in die Hand nahm. Aber da stutzte er bei der ersten Ähre. Sie war so leicht. Er prüfte auch die zweite und dritte: er nahm Ähre um Ähre in die Hand. Aber sie waren alle leicht und leer. In keiner einzigen Hülle steckte ein Korn - sie waren alle leer.

Da ging der Bauer wieder zu Gott und sagte: „Ich habe Sonne und Regen richtig eingesetzt. Und dennoch sind alle Ähren taub und leer.“ Und Gott antwortete: „Ja“, ich habe gesehen, welche Mühe du dir gegeben hast. Doch du hast etwas ganz Wichtiges vergessen: Du hast den Wind nicht bedacht.“ Da schlug sich der Bauer mit der Hand an die Stirn und sagte: „Richtig, der Wind, der den Blütenstaub weiter trägt und dafür sorgt, dass sich das Korn bildet. Ja, den habe ich vergessen. Gott, es ist besser, wenn du wieder das Wetter machst im nächsten Jahr.“

Warum denke ich daran? Weil ich mir mit Schrecken vorstelle, der Mensch würde sich vornehmen, die Weltgeschicke noch mehr in die eigene Hand zu nehmen, wie er es mit dem Rad, dem Feuer, den Mühlen, der Dampfkraft, dem Öl, der Sonnen- und Windenergie, den Computern und der Gentechnik bereits gemacht hat.

Was würde wohl dabei herauskommen? Ein Paradies? Oder die Hölle? Gehören Katastrophen nicht ganz natürlicherweise zur Evolution des Lebens dazu? Kometeneinschläge, Eiszeiten, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Sturmfluten... Hat sich nicht auch nach der größten denkbaren Katastrophe, als nämlich die Pflanzen immer mehr Sauerstoff in die Atmosphäre abgaben (ein Super-GAU unvorstellbaren Ausmaßes), etwas Wunderbares entwickelt? Das tierische Leben, das Sauerstoff zum Atmen brauchte.

W.W.


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