persönliche Bemerkung (Allgemeines)

Nalini @, Freitag, 03.08.2018, 18:18 (vor 18 Tagen) @ Tiff-Ahn

Ja, den Schuh ziehst du dir nicht an, WENN du merkst, dass er dir nicht passt. Doch wieviel Schuhe wurden dir schon unbemerkt angezogen?

Genau das herauszufinden, ist doch nicht selten Gegenstand von psychologischer Beratung oder vielleicht auch psychologischer Eigenanalyse.
Da stellt sich mir die Frage: Kann man sowas mit Intelligenz und Intuition selbst herausfinden, oder braucht es professionelle Begleitung?

Aber ich finde es auch suuuuuuuuperwichtig, darüber zu diekutieren, gar keine Frage. Wie thematisieren ohne zu verletzen? Ich denke, das kann ja gemeinsam erarbeitet werden. Oberstes Gebot mMn müsste sein, dass die ABSOLUTE DEUTUNGSHOHEIT auschließlich die betreffenden Person hat.

Okay. Klingt erstmal gut. So theoretisch.
Und in der Praxis?
Siehst du diesen Grundsatz verletzt, wenn zum Beispiel Sonja Wierk schreibt
(ich verschone mal bewusst den manchmal arg gebeutelten W.W.):

Zitatbeginn
"Bei unseren Klinikaufenthalten und durch unsere Arbeit mit Erkrankten haben Sonja und ich die immer gleichen Verhaltensweisen erlebt, die unserer Meinung nach nicht nur MS auslösen, sondern unweigerlich immer tiefer in die Krankheit führen, wenn man zu keiner Veränderung in der Lage ist:

• Unglaublich hohe Ansprüche an sich selbst (und unausgesprochen natürlich auch an andere) gehören dazu. Ein eigentlich sehr gut ausgeprägter Wille, den aber Erkrankte viel zu selten zu ihrem eigenen Nutzen einsetzen.
• Ein schlecht ausgeprägtes, eben nicht fundiertes, sondern nur gespieltes Selbstwertgefühl lässt sich häufig feststellen. Der Wunsch und gleichzeitig auch die Angst, Rücksicht auf alle nehmen zu müssen, hindern an der freien Entfaltung der eigenen Persönlichkeit."
Zitat Ende. Aus: Dem Leben wiedergegeben, S. 43.

Was meinst du? Verletzen Sonja Wierk und Barbara Zaruba die Betroffenen mit solch einer Aussage? Oder wäre das für dich okay?


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