Peter unf die Fatigue (Allgemeines)

Michael27, Donnerstag, 12.07.2018, 13:53 (vor 129 Tagen) @ W.W.

In Sally`s MS-Café hat Peter wieder einmal sehr profund zur Fatigue geschrieben: https://www.sallys-ms-cafe.de/forum/index.php?id=173509

Ich nehme an, dass er "pragmatisch" versucht, etwas gegen die MS-Fatigue zu unternehmen, also etwas, was Hand und Fuß hat und dem gesunden Menschenverstand entspricht. Natürlich landet er bei dieser Betrachtungsweise bei Mitochondrien, Energielieferanten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Man müsste also - meint Peter - die Energiezufuhr und -ausnutzung im MS-Gehirn verbessern. Ich vermute, dabei wird das Pferd von hinten aufgezäumt, denn er missachtet konsequent, was denn die MS wachsen, blühen und gedeihen lässt.

Nehmen wir einmal an, dass sei eine Überlastung des Hirngewebes, dann besteht eine gute Therapie nicht darin, dass das Gehirn besser mit seinen Defiziten zurechtkommt (wie es z.B. bei der "Renn-Pille Fampridin der Fall ist), sondern darin, die Entstehung neuer Herde durch eine Harmonisierung der Lebensweise zu verhindern.


W.W.


Lieber Herr Weihe,

Sie können doch lesen - und Sie können zitieren.
Dann geben Sie doch bitte das Posting von Peter nicht so einseitig wider. Das ist aus meiner Sicht schon zumindest fahrlässig.

Ich nehme jetzt einmal die Position Peters ein, wie ich sie verstanden habe - und hoffe, das korrekt zu tun.

Er "missachtet" keineswegs, "konsequent, was denn die MS wachsen, blühen und gedeihen lässt".
Und er bezieht sich nicht nur auf das Gehirn. Und er bringt eine Reihe von Vorschlägen, die ich durchaus unter "Harmonisierung der Lebensweise" einordnen würde, nämlich:

"Insoweit sollte man auf Grundlage der eigenen Verfasstheit eine Steigerung der körperlichen Belastbarkeit durch Bewegung an der frischen Luft, Nordic Walking, Fahrradfahren,Schwimmen sowie Spaziergänge anstreben.
Ausreichenden Schlaf.

Konsequente Ruhepausen am Tag.
Bei der Glukosezuführung und seinen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel kommt es auf die Balance an.
Vermeidung von Hitze.(Kühlweste, gekühlte Nackentücher, Stirnbänder)

Da Flüssigkeitsmangel die Fatique und Uhthoff verstärkt auf Flüssigkeitszufuhr achten( 2 bis 3 Liter, bei höheren Temperaturen entsprechend mehr)...
Regenerierung der Mitochondrien durch ausreichenden Schlaf sowie Ruhepausen tagsüber.
Stabilisierung des Blutzuckerspiegels.
Entgiftung bzw. Ausleitung von Schwermetallen, Pestiziden.
Genussgiften Alkohol, Tabak weitestgehend vermeiden
"

Natürlich könnte man im Sinne einer "Harmonisierung der Lebensweise" noch generelle Stress-Vermeidung oder "Optimierung aller wichtigen Beziehungen" oder "Lösung der wichtigsten Konflikte im persönlichen Umfeld" o.ä. ergänzen (wenn das denn alles so einfach geht ...). Auch das würde sich sicherlich positiv auf Fatigue und vielleicht auch auf Uhthoff auswirken.

Peter hat - nach meinem Verständnis - in seinem Posting überhaupt nicht den Anspruch, die MS zu heilen oder ursächlich anzugehen, sondern die Beeinträchtigungen durch bestimmte Symptome (Fatigue, Uhthoff) zu lindern. Das eine (Symptome lindern) schließt das andere (Ursachen bekämpfen) in keinster Weise aus. Eine symptomatische Therapie ist enorm wichtig und kann das Leben als MS-Kranker essentiell verbessern.

Michael


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