Man möchte brechen (Allgemeines)

fRAUb, Donnerstag, 12.07.2018, 06:45 (vor 73 Tagen) @ Kabar

Inklusion per se
ist eine gute Sache!

Leider sieht es an Schulen so aus,
dass zuerst Inklusion , weil staatlich verordnet ,
gerufen wird
und erst dann Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Diese reichen jedoch oft nicht aus,
um eine annähernd zufriedenstellende Pädagogik für alle
zu etablieren.
Differenzierungs- und verschiedene Lernangebote fallen flach,
denn es fehlen nicht nur geeignete Lehrpersonen / sie werden nicht eingestellt /, sondern oft
auch notwendige Hilfsmittel.

Die materielle Keule wird geschwungen, da ist dann halt nicht genügend Geld da.
Oft sind auch Kommunen finanziell überfordert, wenn sie denn Schulträger sind.

Erinnere mich an eine Schule, wo Lehrkräfte mit Decken und Säcken über ein halbes
Jahr
Zimmerfenster zeitweise verdunkelten, um vor übermäßiger Sonneneinstrahlung
geschützt und halbwegs mit den Medien arbeiten konnten.
Die Jalousien waren defekt und wurden nicht repariert.

Der Physiksaal war nur bedingt "beschulbar", da es reinregnete und Schimmel-
befall war.
Heute ist diese Schule generalsaniert, dies hat aber ca. 7 Jahre gedauert
bis es soweit war.
Viele andere Schulen, egal ob der Landkreis oder die Stadt der
Sachaufwandsträger ist, warten noch auf die Sanierung.

Beim Staat als Chef der ganzen Veranstaltung läuft es nicht besser.
Die innere Sanierung läuft ebenfalls schleppend!

Alte Lehrpläne werden ungenügend "entrümpelt", Lerninhalte der heutigen Zeit
nur unzureichend angepasst.
Die SchülerInnen werden zu leistungsbereiten und durchsetzungsstarken Mitgliedern der
Gesellschaft erzogen.
Wer aufmuckt, fliegt, oder hat mit Repressalien zu kämpfen, die oft so subtil
angewandt werden, dass er/sie sich gar nicht wehren kann.

Frische, gut ausgebildete Fachkräfte werden nur schleppend eingestellt oder
während der Ferien entlassen, was z.B. Baden Württemberg allein diesen
Sommer 12 Millionen erspart.

Wie soll da Motivation aufkommen...............?
Notwendige Integrationshelfer, Psychologen oder Supervisoren zur Aufarbeitung und Begleitung gibt es nicht in auseichendem Maße............

Inklusion
ist eine gute Sache!

Aber wenn nicht mal die Rahmenbedingungen geklärt sind, wie soll
sie dann gelingen?
Wie soll an den Inhalten, den Emotionen beiderseits gearbeitet werden?

Nur
"Piep piep piep, ich hab´Dich lieb"
und wir
"Schaffen das"
ist bei weitem nicht genug!

Das deckt sich mit unserer Erfahrung. Deswegen absolut d'accord!

Bei uns ist gerade Wahlkampf. Der Zeitpunkt sich zu wehren, war nie günstiger. Das deckt sich auch mit unserer Erfahrung.


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