des Glückes Schmied? bzw ich will so viel wie möglich! (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 09.07.2018, 13:13 (vor 76 Tagen) @ agno

:-)
Ihr Schreibstil...
;-)
lG agno

Vielleicht meinen Sie das ja als Lob??? Obwohl ich eine große Kiste voller Zweifel aufgemacht habe. Und dennoch so viel Wert darauf lege, sich klar und deutlich auszudrücken.;-)

Das Lisa-Schicksal beschäftigt mich sehr! Ich muss (wie so oft) eine Entschuldigung nachreichen. Ich sprach missverständlich von pharisäerhafter Freude über das Leid der anderen. Im Zusammenhang mit Lisa meinte ich damit Folgendes:

Wenn z.B. ein Arzt einem Patienten Fingolimod empfiehlt, und der Patient bekommt darunter eine Verschlechterung, und der Arzt fühlt sich mehr oder weniger schuldig, weil er für die Verordnung von Fingolimod Geld bekommen hat (Verlaufsbeobachtung), dann wäre es pschologisch gut verständlich, dass der Arzt alles versucht, den Schaden wieder gutzumachen, indem er Plasmapheresen und - falls die nichts helfen - erneute Plasmapheresen anordnet, einfach um die SWache wieder in Ordnung zu bringen.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich früher dasselbe getan hätte. Dann wäre der betroffene Patient also in einen Teufelskreis geraten, ohne dass irgendjemand etwas dafür kann. Niemandem kann die "Schuld" gegeben werden und dennoch bleibt das ungute Gefühl, hier sei etwas schlecht gelaufen.

Aber vielleicht sind das nur Vorwürfe, die man sich im Nachhinein machen kann.:confused: Wenn man also in einem solchen Fall überhaupt von Mitverantwortung sprechen will, dann lässt sich diese darauf reduzieren, dass ein Patient einem sympathischen Arzt vertraut hat, und der sympathische Arzt einem sympathischen Pharmavertreter auf den Leim gegangen ist.

Niemand hat also "Schuld" und dennoch ist das Ergebnis verheerend! Vielleicht ist es diese etwas irrationale Grundhaltung, die eine große Rolle dabei spielt, wenn ich gegenüber Medikamenten so zurückhaltend bin!:confused:

W.W.

PS: Und - hilft das im Nachhinein etwas? Ich meine ja. Der oder die Betroffene hat sich entschieden für den Rat Erfahrung eines Arztes, den sie für einen Experten hielt. Das ist sehr verständlich. Aber wenn man noch einmal in eine solche Situation kommen sollte...? Ich würde diese aggressiven Maßnahmen für mich ablehnen, weil ich es für wirklich aggressiv halte, auf diese Weise ein Immunsystem lahmzulegen, obwohl ich keine Ahnung habe, was sdie Ursache der MS ist. Es ist, als würde ich gegen einen kaputten Radioapparat treten.:-(


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum