des Glückes Schmied? bzw ich will so viel wie möglich! (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 09.07.2018, 10:27 (vor 13 Tagen) @ agno

Einerseits ist ihnen die Situation vollkommen klar, andererseits schreiben sie wie ein aufgeweckter Grundschüler, der überlegt ob sein ungezogener Sitznachbar mehr bekommt.
Was man natürlich ungerecht und grundblöde finden würde, weil man doch eigentlich selbst so viel wie möglich will.

Man weiß ja eigentlich nie, was man wirklich meint...?:confused: Und dann ist es ja gut, wenn es einem ein anderer erklärt.:-)

In gewisser Weise beziehe ich mich auf all das Glück, das man haben könnte, wenn man skrupellos wäre, aber dann stelle ich (pietistisch wie Kant) fest, dass das anscheinende Glück nicht glücklich macht. Ich glaube, dass Udo Jürgens nicht glücklich war. Und Harald Juhnke natürlich nicht. Und Humphrey Bogart oder James Dean?

Dann doch eher Albert Camus. Aber dann funkt wieder Sartre dazwischen.:-(

Aber - um es klapp und klar zu sagen - ich galube, dass Kant glücklich war und Goethe natürlich auch.

Ich glaube, ich sage das nicht, weil ich missgünstig auf die Skrupellosigkeit meiner Mitmenschen starre und von ihrem ERfolg so fasziniert bin wie das Kaninchen von der Schlange, ich sage es, weil zu viel Glück immer das Zerstörerische hat, das Dionysische, die TRunkenheit, die im Katzenjammer endet.

Aber es könnte natürlich sein, dass ich wie Thrasymachos in Platons Staat oder wie Nietzsche rede, weil ich sehe, wie glücklich die Habgierigen sind. Dennoch: Ich bleibe dabei, sie sind nicht glücklich.

W.W.


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