Wenn etwas Schwieriges einfach gesagt werden kann, dann ist es einfach! (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 14.06.2018, 09:50 (vor 66 Tagen)

Manche denken: Wenn etwas schwierig ist, dann muss man nur lange genug darüber nachdekken, und dann kann man es einfach sagen. So wie man eine Dampfmaschine als großes, schwarzes Loch definieren kann.
Ich glaube, dass das nicht stimmt. Wenn wir etwas nicht wissen, dann suchen wir nach Worten - nicht, weil weil wir eine "schwere Zunge" hätten, sondern weil es diese Wörter gar nicht gibt. Man kann sie nicht bei Wikipedia machlesen. Darum wirken die, die sich um eine neue Sichtweise bemühen oft so schwer, sie stammeln, stottern und fangen wieder von vorne an.

Ein Beispiel: Wenn man über die Ursache der MS nachdenkt, die noch niemand trotz intensivster Sucher gefunden hat, dann könnte es sein, dass die Dichotomien, in denen wir normalerweise denken, einfach für die neue Theorie nicht zutreffen. Das war der Fall, als Einstein den Compton-Effekt erklärte: Eine Elektron ist nicht entweder ein Teilchen oder eine Welle: Es ist beides!

Bei der MS wäre es denkbar, dass z.B. die Dichotomie Körper - Seele nicht stimmt!!?

Dieses Herumsuchen (Appetenzverhalten) mag für die Zuhörer (z.B. Stefan) quälend sein (graue Theorie, unausgegorene MS-Hypothesen), gehört aber zu dem, was man eine "schwere Geburt" nennt. Übertragen auf unser Forum könnte das heißen, dass viele Ungeschicklichkeiten, Ungenauigkeiten und Wioederholungen, die wir auf der Suche nach der Ursache der MS erleben, nicht böswillig sind, sondern zum Flatterhaften des Suchens dazugehören, weil man lange Zeit nicht weiß, worauf man hinauswill und wie man es am besten mit Worten ausdrückt.

Es geht um das allmähliche Verfertigen der Gedanken beim Reden.

W.W.


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