Was für oder dagegen spricht sich ständig mit MS Ursachen/Theorien auseinanderzusetzen (Allgemeines)

stefan ⌂ @, Berlin, Dienstag, 12.06.2018, 21:17 (vor 126 Tagen)

Das Leben ist begrenzt - gerade auch das macht es so besonders, hab ich mal wo gelesen glaube ich mich zu erinnern.



So im 18. Jahr meiner Diagnose: was spricht dafür, sich immer wieder neu mit MS zu beschäftigen:

- ich könnte was Hilfreiches verpassen, wenn ich es nicht tue.

- andere könnten mich verpassen

- es ist eine Form der Trauerarbeit. Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten, immer wieder neu und von Anfang. Irgendwann wird der Schmerz kleiner vielleicht?

- Ich kann weiter immer neue Erzählungen, Überraschungen zum Thema entdecken, sofern mir das noch gelingt

- Ich gehöre irgendwie dazu und die MS und das Schreiben darüber gehört zu mir

- Ich erlebe oder phantasiere mich dadurch in Solidarität, bin einer von "uns"

- Ich kann mich als lebendig und aggressiv erleben.


Was spricht dagegen, sich immer wieder neu mit MS zu beschäftigen?

- ich könnte meine Zeit sinnvoller verbringen

- es ist eigentlich vor allem frustrierend und langweilig hier und anderswo aber natürlich vor allem hier :-D


- Die Forenszene war schonmal aufregender, lebendiger, beweglicher. Mehr um Austausch, Ringen, Konflikt und Entwicklung bemüht

- Es "gibt" kein wirkliches "Uns", und die Solidarität ist ein Gerücht und eher ein potemkinsches Dorf hier.

- Ich kann mich davon befreien.

- Erfahrungsgemäß gibt es wenig zu gewinnen, der Aufwand "lohnt" schon lange nicht mehr

- Bislang gab es wenig Hilfreiches und die Hoffnung, dass sich das nun schnell ändert ist nicht gerade groß.

- Die Lebendigkeit und Aggressivität hier ist doch vor allem sehr gehemmt. In jedem Altersheim ist mehr Spannung und gelebte Lebensfreude


Oder?

--
Hört! Hört!

https://www.youtube.com/watch?v=7MlGnYAvtdM


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