Erfahrungen mit dem PKV-Ombudsmann (Allgemeines)

jerry @, Sonntag, 10.06.2018, 12:55 (vor 67 Tagen) @ Michael27

Hallo Michael,

wie sehr Du gehbehindert bist, weiß ich nicht. Und Dein Wunsch-Hilfsmittel ist offenbar mit E-Unterstützung mit Füßen zu treten?

Bin auch privat krankenversichert - auf Rolli angewiesen seit mehr als 10 Jahren, und wollte vor Jahren das Hilfsmittel Adaptiv-Handbike mit E-Kurbelunterstützung beantragen. Wg. 'Teilhabe' und um mir den Mobilitätsbereich im Umfeld der Wohnung wieder zu erschließen, Du kennst diese juristischen Formulierungen sicher.

Tatsache war, dass ich allein mit meinem mechanischen Rolli die anderthalb Kilometer für Einkaufen etc nicht mehr schaffte.

Mit Verweis auf das Hilfsmittelverzeichnis der PKVen (wie bei Dir) wurde mein Antrag wiederholt abgelehnt.

Der Kompromiss (nach Abwägen des Für und Wider kam mir das Ombudsverfahren langwierig und wenig erfolgversprechend vor) sah schließlich so aus:

Die PKV hatte mir bestätigt, dass ich meiner Alltagsbeschreibung nach ein Fall sei für die Gestellung eines elektrischen Rollstuhl durch meine Versicherung.

Für einen Pauschbetrag von ca. 4.100,-- EUR könne man mir über einen Kooperationspartner (Sanitätshaus) fünf Jahre lang einen Standard-E-Rollstuhl zur Verfügung stellen - der Partner übernehme dabei Wartung, Reparaturen etc

Diesen Betrag bekam ich 'entgegenkommend' alternativ als Zuschuss für mein Hilfsmittel erstattet und konnte damit ca. 80% der Kosten decken. Reparaturen, Wartung, Neubereifung trage ich selber. Und musste gegenüber der PKV bestätigen, für den Zeitraum von fünf Jahren in keinem Fall mehr Ansprüche auf die Versorgung mit einem E-Rolli zu haben.

Vielleicht lässt sich in Deinem Fall Ähnliches vereinbaren?

Hab mich - aus anderen Gründen - zunächst geärgert, meiner teuren Luxustarifabsicherung gegenüber in ein Pauschal-Standard-Verfahren eingewilligt zu haben.

Inzwischen meine ich, dass dies sich als Vorteil erweisen könnte:
Denn nach Ablauf der fünf Jahre werde ich beantragen, eine weitere 5-Jahres-Pauschale in jener Höhe entgegenkommend für ein reines E-Zuggerät (ohne dass ich kurbeln muss) zur Verwendung am Rolli zu bekommen.

Ob das E-Handbike noch funktioniert (was ich hoffe!) dürfte in anbetracht der Pauschalversorgung meinem Rechtsempfinden nach keine Rolle spielen - denn die Pauschale wäre ja auch gegenüber dem Kooperatonspartner erneut fällig.

Würde mich freuen, wenn Dir meine Erfahrungen was nützen könnten.


LG, jerry


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