MS - Enstehung, Schübe, - Mißverständnisse (Allgemeines)

Boggy, Samstag, 09.06.2018, 14:13 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Ich versuche auch, es langsam zu verstehen, denn offensichtlich habe auch ich es missverstanden!:-(

Ja, das glaube ich auch.
Aber freuen Sie sich bitte nicht zu früh. Ich muß Wasser in den Wein gießen.
Denn es ist wahrscheinlich nicht "nichts anderes als ein Streit um Worte!"
Das müßte man wirklich genauer untersuchen.

Was ich nicht mehr tun werde!. Jedenfalls bis auf weiteres.

Es geht nämlich nicht so nur oder vorrangig um die "Worte", sondern um die tatsächlichen Prozesse, die die Worte bezeichnen. Daher ist Genauigkeit in der Wortwahl und Verständigung darüber, was die Worte meinen sollen, wichtig. Sonst redet man aneinander vorbei.

Und es geht um
genaues,
differenziertes
Hinschauen, Beschreiben und Argumentieren.
Möglichst konkret.

Unter dem Begriff "Krankheit" sei bei der MS das zu verstehen, was früher Stefan immer mit der MS verbunden hat: Sie sei so etwas, wie wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt. Einfach so! Oder so etwas wie ein Erdbeben oder Vulkanausbruch. Dafür könne man nichts und dagegen könne man auch nichts machen! Schluss-Aus-Vorbei!

Ja, und wenn wir ehrlich sind, können wir das NICHT ausschließen. Es kann wahr sein, allgemein oder vielleicht nur in bestimmten Fällen.
WICHTIG, um es zu wiederholen: Wir können es nicht begründet und belegt und überprüfbar ausschließen.

Ob es zutreffend ist oder nicht, ist eine offene Frage - jedenfalls nach meinem Wissen und Verständnis.

Krankheit ist nach dieser Definition etwas, wofür man 1. nichts kann, und was 2. schicksalshaft über einen kommt. Krankheit ist etwas Physikalisches, etwas wie ein Stein, der - egal was man tut - immer zur Erde fällt.

Das ist MÖGLICH. Wann, wie, wobei, und ob überhaupt, muß man im Einzelfall untersuchen.

Ob es zutreffend ist oder nicht, ist eine offene Frage - jedenfalls nach meinem Wissen und Verständnis.

GLEICHZEITIG: Jede Form absoluter Regel-Aufstellung verbietet sich solange, bis man gesicherte und überprüfbare Erkenntnisse hat.

Das scheint alles furchtbar naiv und wikipediafern zu sein!:-( Auch meine Aussage: Wenn jemand erkennt, welche Lebensweise ihn krank gemacht hat, dann kann er möglicherweise seine Lebensweise ändern und schubfrei bleiben.

Ja, der springende Punkt ist hier das "WENN".
Die Ausssage unterstellt, daß es eine Lebensweise gibt, die diese Person krankgemacht hat, und die zu Schüben führt.

(Was zunächst mal auch zusätzlich behauptet, daß es
a) eine Lebensweise gibt, die diese Person krankgemacht,
und dann b) eine Lebensweise gibt, die die zu Schüben führt.
Was nicht dasselbe sein muß)

Aber auch hier: Ob das zutreffend ist oder nicht, ist eine offene Frage - jedenfalls nach meinem Wissen und Verständnis. Man muß das im Einzelfall der Krankheit und der Person untersuchen.

Ich fürchte, alle unsere erbitterten Debatten waren nichts anderes als ein Streit um Worte! Und im Grunde sind wir uns alle einig.

Aber auch hier: Ob das zutreffend ist oder nicht, ist eine offene Frage - jedenfalls nach meinem Wissen und Verständnis. Da müßten wir in die Differenzierungen, die Einzelheit, das Konkrete gehen.

Was ich (zumindest vorläufig) nicht mehr tun werde.

Es gibt bei der MS und bei allen möglichen "psychosomatischen" Theorien wenig, das wirklich gesichert ist. Wir sollten uns vor Festlegungen hüten, und uns daran gewöhnen, mit Möglichkeiten zu arbeiten.

:-)
Gruß
Boggy
:wink:

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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