Fatigue und Uhthoff: zweierlei ! (Allgemeines)

Michael27, Samstag, 09.06.2018, 11:55 (vor 72 Tagen) @ Maggy

Keine Fatique! Wärme macht die auch nicht müde!


Ist das wirklich so? Ich habe 2 Läsionen, eine spinal, eine im Hirnstamm. Ansehen
tut man mir nichts, aber die Fatigue wird jedes Jahr schlimmer. Wärme ist o.k.,
Hitze katastrophal.....

LG
Maggy


Ich glaube, man sollte hier ganz klar trennen:
Es gibt einerseits die Fatigue und andererseits das Uhthoff-Phänomen.
Beides hat nichts miteinander zu tun !

Uhthoff-Phänomen
Das Uhthoff-Phänomen wird, z.B. laut Wikipedia, ausgelöst durch eine "temperaturbedingte Verschlechterung der Leitfähigkeit demyelinisierter Axone".
Dagegen kann man nur mit Hitze-Vermeidung (Kühlweste, Klimaanlage, kalte Fußbäder, keine Sauna, etc.) etwas machen.

Fatigue:
Die DMSG beschreibt Fatigue als "vorzeitige allgemeine physische und psychische Erschöpfung". Wikipedia spricht von einer "allgemeinen Erschöpfungssymptomatik".
Gegen Fatigue kann man meiner Überzeugung nach oft etwas machen, da - vereinfacht gesprochen - in den Zellen durch den Zellstoffwechsel nicht genug Energie bereitgestellt wird. Entweder brauchen wir MS-Kranken mehr (Zell-)Energie als Gesunde oder wir erzeugen weniger Energie als Gesunde oder beides.

In meinem persönlichen Fall war das Problem ein viel zu geringer Progesteron-Spiegel. Eine Woche, nachdem ich begonnen hatte, mit naturidentischem Progesteron (Rimkus-Kapseln) meinen Spiegel zu erhöhen, war - im Hochsommer 2015 - das Thema "Fatigue" für mich durch - bis heute. Unter Uhthoff-Problemen leide ich natürlich immer noch - aber das ist etwas anderes, und ich glaube, ich kenne/spüre ganz gut den Unterschied.

Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung der Fatigue scheint - zumindest bei PPMS und SPMS - das hochdosierte Biotin zu sein. Viele beschreiben, dass sie nach wenigen Tagen viel mehr Energie und keine oder kaum noch Fatigue hatten.

Beides ist biochemisch/physiologisch erklärbar, da sowohl Progesteron als auch Bitotin die Energie-Produktion beim Zellstoffwechsel ankurbeln/unterstützen, und zwar auf unterschiedliche Weise. Biotin z.B. greift in die ATP-Produktion ein.

Michael


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum