MS - Enstehung, Schübe, - der Standpunkt (Allgemeines)

Boggy, Freitag, 08.06.2018, 12:34 (vor 187 Tagen)

Ich nehme den Dialog zwischen naseweis und Faxe
http://ms-ufos.org/forum/index.php?id=41465
zum Anlaß für eine (vorläufig abschließende) Er-Klärung meines Standpunkts:

1. Ich halte es für notwendig, zu unterscheiden zwischen
- Was führt zur Entstehung von MS ? ("Überlastung"?)
- Was führt zur Entstehung eines Schubes bei bereits vorhandener MS? ("Überlastung"?).

Das ist - nach meiner Ansicht - mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht dasselbe.

Daß etwas (ein bestimmtes Verhalten) eventuell einen günstigen Einfluß auf meine bestehende MS hat, bedeutet nicht, daß, wenn ich es VOR der MS auch praktiziert hätte, ich GAR KEINE MS bekommen hätte.

2. Es gibt kein begründetes, belegtes und überprüfbares Verhaltensprogramm, das einen günstigen MS-Verlauf garantiert! Alles findet auf dem Boden von "wahrscheinlich" und "möglicherweise" usw. statt.

(So etwas hat auch WW bisher nicht präsentiert.)

3. Zur Entstehung der MS:
Wir wissen nicht, zu welchem Zeitpunkt bei einem späteren MS-Patienten eine MS entstanden ist.

Es wird imho davon ausgegangen, daß die MS schon lange, wahrscheinlich Jahre, vor dem Auftreten der ersten Symptome entstanden ist.
Das bedeutet aber wiederum, daß eine genaue Zuordnung von lebensgeschichtlichen (u.U. stark belastenden) Ereignissen in der Rückschau gar nicht möglich ist.

(Die Situation bei Schüben steht möglicherweise auf einem andern Blatt).

4. Wenn nicht genau beschreiben wird, was für eine Art von "Überlastung" (angeblich) zur MS führt, bleibt "Überlastung" ein hohles Konzept.

Es leben rund 80 Millionen Menschen in Deutschland.
Die alle mehr oder weniger ähnlichen Belastungen ausgesetzt sind, die mehr oder weniger ähnliche psychische Strukturen aufweisen usw.
aber es gibt "nur" rund 200 000 MS-Erkrankte!
Wenn "Überlastungen" (oder "psychische Faktoren") als die Ursache der MS behauptet wird, dann müßten weit, weit mehr Menschen an MS erkranken.

Wenn "Überlastung" als "Risikofaktor" verstanden werden soll, dann müßte eine Gewichtung vorgenommen werden, und eine gewichtete Abgrenzung gegenüber anderen "Risikofaktoren".

5. Und die historische Dimension von ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Lebenssituationen zu unterschiedlichen Zeiten mit ganz unterschiedlichen persönlichen Prägungen und mit ganz unterschiedlichen Anforderungen und Möglichkeiten, sei nur noch kurz als Zusatz erwähnt.

Was bleibt? Das, was allen Menschen mit einer bestehenden Krankheit empohlen werden kann: bemühe Dich um ein Verhalten, das achtsam ist, und das sich an allgemeinen Ratschlägen für ein "gesundes" und "gesunderhaltendes" Leben orientiert.

Und dennoch ist es möglich, vielleicht wahrscheinlich (?), daß die MS macht, was sie will. Trotz all unseres aufrichtigen Bemühens, gesunder zu bleiben.

Gruß
Boggy
:wink:

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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