Sylvia-Lawry-Institut (Allgemeines)

Marc @, Dienstag, 15.05.2018, 17:22 (vor 155 Tagen) @ W.W.

Ja, ich gebe es zu: Ich stehe den Daten des Sylvia-Lawry-Instituts sehr kritisch gegenüber.:-( Aber man kann sie mit guten Argumenten zur Grundlage weiterer Überlegungen machen. Logik und Daten müssen zusammenkommen. Und das öffnet der Spekulation Tür und Tor. Trotzdem sollte man begründete Spekulationen nicht von der Hand weisen.

Die MS ist eine zu ernsthafte Krankheit, um sie allein den MS-Forschern zu überlassen!

W.W.

Vielen Dank für ihren Verweis auf das Sylvia-Lawry / Human Motion Institut der TU München. Das kannte ich bisher nicht.

Ich glaube, dass das deren "actibelt" Ansatz zur Bewegungsmessung durchaus zukunftsweisend sein kann und eine sinnvolle Alternative zur EDSS Skala darstellt.

Wenn man solche Einrichtungen kennenlernt, entsteht der Eindruck, dass Angesichts moderner Labortechniken, der rasanten Fortschritte in der Rechenleistung, der zunehmenden künstlchen Intelligenz und des enormen Wissens, welches MS-Forscher und Kliniker im Laufe der vergangenen Jahrzehnte angesammelt haben, eine koordinierte, konzertierte Anstrengung zur endgültigen Identifizierung der Ursache oder der Ursachen dieser Krankheit in absehbarer Zeit auch greifbare Ergebnisse produzieren würde.

Stattdessen verschwendet die überwiegende Mehrheit der Wissenschaft zur MS weiterhin seine Zeit mit dem jahrelangen gebannten Starren auf EAE induzierte Mäuse im Glauben, dass hieraus etwas Sinnvolles entstehen könnte. Man kann Mäuse mit Myelin oder anderen Giftstoffen vollpumpen und so tun, dass irgendetwas MS ähnliches entstanden sei. Tatsächlich weiß aber nunmal jede(r), dass Mäuse keine MS haben können.

Manche finden die permanenten Tierversuche zum Selbstzweck lächerlich. Andere - wie vermutlich auch sie - vermuten darin gar eine Hinterlist. Wahrscheinlich liegt das Problem aber eher irgendwo in der Mitte: Dass diejenigen, die ihre Karriere auf dem EAE-Modell gemacht haben, nunmal diejenigen sind, die aktuell auch über die Forschungsgelder bestimmen und nie was anderes gekannt haben.

Wenn doch wenigstens einmal in den vergangenen Jahrzehnten eine strukturierte Untersuchung des Nutzens von anti-viralen Therapien durchgeführt worden wäre anstelle dieser ständigen Fokussierung auf periphäre Lymphozyten..


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