rechts (Allgemeines)

kirstenna, Dienstag, 15.05.2018, 15:37 (vor 157 Tagen)

ich habe gerade das gelesen und mich gefragt, was passiert wäre, wenn der Kerl im B ö h s e
O n k e l z T-Shirt, groß wie eine Kathedrale, auf meinem Bahnsteig gestanden hätte, und nicht gegenüber. Den, den ich kürzlich beim Umsteigen sah, als ich mit dem Travelscoot unterwegs war und der mich lange musterte. Wie mir vor ca. 10 Jahren mal passierte.

Da wunderte ich mich, weil die Leute raus aus der Bahn gleich wieder rein in die Bahn drückten. Hatte es aber nicht gesehen, warum das so war. Weil ich mein Rad navigierte und rückwärts aus der Bahn schob. Während die, die ausstiegen schon wieder einstiegen. Dann stand ich draußen zusammen mit einem Rollstuhlfahrer und mir dämmerte, warum das so war.

Die Erkenntnis kam zu spät. Die rettende Bahn war zu.

Auf einem Bahnsteig eines großen Umsteigebahnhofes einer großen Stadt schlug die Stimmung zwischen ca. 60-100 Skin Heads um. Es war ordentlich Bewegung zwischen äußerst durchtrainierten schneidigen Springerstiefelträgern.

Ich blieb erst einmal stehen. Genau vor dem Chef, wie ich bemerkte. Mein Blick fuhr geradewegs in die Augen des Anführers, war es Glück oder Pech? Ich wartete, bis er entschied. Er ließ sich Zeit und ließ mich dann passieren. Ich musste, wie der Rollstuhlfahrer geradewegs an ihm vorbei und zum Lift.

Ein Fünkchen hätte genügt, die Stimmung drohte zu eskalieren. Es war Niemand in Sicht.

Ich ließ den Rollifahrer vor mir in den Lift. Ich habe noch nie jemanden mit so viel Angst gesehen.

Ich frage mich, ob man nicht mit dem Rollstuhl wie eine wandelnde Zielscheibe durch die Botanik gurkt. Nicht nur ein leicht erreichbares Ziel für Diebe, sondern auch womöglich voll ins Beuteschema passend bei den Rechten.


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