Fortsetzung Chen-man zu "Datensammlung zur MS" Eisen! (Allgemeines)

Edithelfriede @, Nordhessen, Samstag, 12.05.2018, 12:13 (vor 101 Tagen) @ Edithelfriede

--- Ist die Menge zu groß, kann Eisen im Gewebe abgelagert werden, insbesondere als Hämosiderin (Hämo... --
Blut; ...siderin - Wortstamm = Eisen), das wohl untoxischer ist als freies Eisen, aber nicht harmlos. Eisen
wirkt katalytisch auf Sauerstoff, so daß daraus hochreaktive "Sauerstoff-Radikale" entstehen, die
alles oxidieren = "verbrennen", was ihnen in den Weg kommt, so auch Zellmembranen - es kommt zur
Gewebsschädigung, also insbesondere zu MS-Herden.
(Solche Vorgänge spielen sich auch beim Rosten = Oxidieren
von Eisen an der Luft ab, wenn die Oberfläche feucht ist.)

*4.* Dank immer besserer MRT-Geräte und -Technik können heute recht kleine Eisenmengen im ZNS am Lebenden
nachgewiesen werden. Mit führend auf diesem Gebiet (mit speziellem Interesse für die MS) ist der
Neuroradiologe Prof. Rohit Bakshi, früher Buffalo, heute Harvard-Uni.
So hat diese Gruppe zB gezeigt, daß schon beim CIS, also dem ersten demyelinisierenden Ereignis (=
MS-Verdacht) Eisen nachzuweisen ist, wohl aus kleinen Blutungen. (Auch die diffuse ZNS-Schädigung setzt schon
zu diesem Zeitpunkt ein: schleichende Gehirn-Schrumpfung / -Degeneration, die mit dem Funktionsverlust
zusammenhängt - anfangs noch ganz gut kompensierbar, weil das Gehirn "plastisch" = ausgesprochen
anpassungsfähig ist, aber eben nicht beliebig. Hier ist Übung nötig, damit neue Verknüpfungen zum Ersatz
der verlorengegangenen gebildet werden, sowohl körperlich als auch geistig / kognitiv.)

*5.* Schädlich werden also sein:
--- viele kleine entzündete Venen,
--- Blutungen (die bei unzureichender Blutgerinnung größer ausfallen werden),
--- zu geringe (v.a.) Transferrin-Transportkapazität, wobei die Transferrin-Sättigung eine Rolle spielt
(ein Standard-Laborparameter), also der Prozentsatz, mit dem die Eisen-Bindungsstellen des Transferriins
bereits mit Eisen beladen sind. Dies hängt von der Menge des "Überschuß-Eisens" ab, das im
Körper gespeichert ist, und diese Menge läßt sich relativ gut anhand des Serum-Ferritins abschätzen (ein
Standard-Laborparameter).
(Anschauliches Bild für die Transferrin-Sättigung: trockenes Küchentuch nimmt Feuchtigkeit leichter /
vollständiger auf als bereits feuchtes.)
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Wenn dieses "mein (Puzzle-)Bild" einigermaßen richtig / zutreffend ist, dann muß das Ziel der
MS-Therapie (und Progressions-Vorbeugung) sein:

------ Die Entzündung stoppen (am besten: die URSACHE der Entzündung erkennen und daran ansetzen: Genau das
war es, was Prof. Gabriel Steiner sein Forscher-Leben lang beschäftigte, angefangen vor rund einem
Jahrhundert. Die grundlegenden Entdeckungen / Erkenntnisse machte er an der Uni Heidelberg,
bis ihn die N*a*z*i*s
gleich 1933 aus seinem Amt warfen, weil er Jude war. Seitdem wird er praktisch ignoriert, bis heute!)

(((------ Die Blutgerinnung ist hochkomplex und kann nur sehr unzureichend beeinflußt werden. (Beispielsweise
mit Zufuhr von beteiligten Eiweißstoffen von außen, die sehr knapp und teuer sind, Therapie riskant, wie wir
von der HIV-Infektion tausender Bluter mit verseuchten Blutprodukten wissen...) )))

------ Die im Körper gespeicherte Eisenmenge läßt sich abschätzen (Serum-Ferritin...) und bei Bedarf
vermindern: Vor allem durch den in praktisch allen Kulturen seit Jahrtausenden bekannten Aderlaß bzw.
Blutspenden (= große 500ml-Aderlässe). Die Ernährung hat vielfältige Einflüsse auf die Eisenspeicherung,
insbes. erhöhend ROTES = hämeisen-haltiges Fleisch, mindernd Tee, Kaffee, "Phytat" in Vollkornbrot
und vieles mehr.

Das diese Erkenntnisse über die Entstehung von entzündlich-entmarkenden Herden (auch als Plaques bezeichnet) im Zentralnervensystem schon so lange bekannt sind hat sicher nicht daran gelegen das der Forscher Jude war oder ???

lg e

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!


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