wie Al Gore zu Hermann Scheer für Lore und alle: (Allgemeines)

fRAUb, Dienstag, 10.04.2018, 10:31 (vor 133 Tagen)

Es verhält sich mit der Schulmedizin im Falle der MS, besonders im sek.prog. Verlaufsstadium wie mit Al Gore's Film "eine unbequeme Wahrheit".
Sie gibt wenig her. Die Nebenwirkungen übersteigen die Wirkung und ob die Wirkung im schubförmigen Verlauf, tatsächlich dem Medikament oder nicht doch eher dem natürlichen Verlauf der MS geschuldet ist...? Weiß man nicht so genau. Die aufsteigende Kraft der Immunologen kocht so mehr oder weniger ihr eigenes Süppchen, das kaum ein Laie, ob geneigt oder nicht, mehr versteht und im Falle der sog. Eskalationstherapien übersteigen die Nebenwirkungen in etlichen Berichten, die Wirkung.

Ich kann also PatientInnen, die sich Rat- und Hilfe- suchend in dubiose Theorien verennen und auf dubiosen Internetseiten Rat suchen, durchaus verstehen.
Und verantwortlich dafür, mache ich die Schulmedizin, die mir persönlich zu wenig hergibt, weil sie bsp. ob Evidenzbasiert oder nicht, den natürlichen Verlauf der MS, bisher völlig außer Acht ließ. Weil's für Neurologen halt einfacher ist, mal eben in den Leitlinien nachzugucken, als selber zu denken (und vermutlich auch lukrativer) und die Ergebnisse, bei genauerer Betrachtung doch eher enttäuschend sind. Es ist, als wenn ich eine versalzene Suppe koche und die Suppe dafür verantwortlich mache, dass sie versalzen ist.

Was also tun? Wohin sich wenden? Wo ist der Hermann Scheer, der einen Ausweg aus der chronifizierten Misere zeigt?
WWs Ratgeber (den ich nicht gelesen habe) ist da nicht die schlechteste Option.

Gute, schonende und leicht umsetzbare Tipps, die man bei entsprechendem Hintergrundwissen auf die Situation mit MS ummünzen kann, finde ich auch immer mal wieder auf den Seiten von Hebammen im Internet. Da wird, verständlicher Weise, zu dem ein oder anderen Kraut oder Lebensmittel geraten. Ausprobieren!
Weiterhin, sind Internisten nicht die schlechteste Anlaufstelle. Die Huffington post, brachte neulich einen sehr reisserisch aufgemachten Artikel, von einer Frau, die ihre gesundheitliche Situation innerhalb 4 Wochen verbesserte, indem sie täglich 3l Wasser trank. Das macht Sinn, auch wenn man dabei auf den Elektrolythaushalt achten sollte!
Die Ernährungsdocs vom NDR, geben auf ihren Websites einiges her, auch dann wenn sich nachträglich rausstellte, dass eine ketogene Diät, nicht das Wahre ist. Man kann ja ummodeln oder sich je nach Bedarf andere Rezepte raussuchen.

Naja, wollte nur mal so'n paar Sachen aufschreiben, weil "nee, dass is' es nicht", für Rat-Suchende wenig her gibt und, weil ich finde, dass Unverständnis, gerade bei der medizinischen Situation mit MS, leider unangebracht ist.
Leider: weil sie auf dem Holzweg sind und ALLE(!) mitgemacht haben (außer ein paar weniger). Das ist absolut fatal, für uns PatientInnen.

LG


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