Multiple Sklerose: Mehr Sonnenlicht – geringeres Risiko? Wohl nicht nur eine Frage von Vitamin D - (Therapien)

fRAUb, Freitag, 06.04.2018, 10:07 (vor 193 Tagen) @ naseweis

Lieber Naseweis,

vielen Dank, für Deinen Beitrag.
Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Der nette Anästhesist, mit dem ich erst kürzlich über die Spastik als Folge einer gestörten Calcium- Verarbeitung gesprochen hatte, würde es ausschließlich mit der Vit. D Aufnahme erklären.
Sauerstoff, meine ich persönlich, könnte zusätzlich eine Rolle spielen. Man guckt auch mehr auf 'grün', was ja rein psychologisch einen positiven Effekt haben soll.
Spiegelneuronen, beim Beobachten der Bewegung anderer Menschen, könnten sich ebenfalls positiv auswirken.
Das wäre alles, was mir in der Kürze der Zeit einfiele, ohne mich hinreichend (aus Zeitmangel) mit dem Artikel beschäftigen zu können.

Super! Danke, dafür!!!

PS: Gedanken zum 'Frei'Staat Bayern, gab's gestern Abend bei extra3

Das könnte in Hessen so nicht passieren. Die hessische Polizei wäre da mehr auf Blickkontakt geschult. Es würde in Hessen ungefähr so laufen:
Polizist1: "Den 'nemme' mer fest, der guckt schon so komisch!"
Polizist2 - "Ei wer dann?"
Polizist1 "Ei der mit de' Sonnebrill'"

Was grundsätzlich beweist, dass der 'gemeine Hesse' ansich einen durchaus fruchtbaren Anteil der Gesamtdeutschen Bevölkerung darzustellen scheint. In keinem anderen Bundesland, gibt's soviele Eier (in der Umgangssprachlichen Verwendung).

Hoffentlich fällt die Bayrische Verordnung nicht auf fruchtbaren Boden. Das wäre ja furchtbar. Ich überlege gerade, wie man das Navi so programmieren könnte, dass man bei der nächsten Urlaubsplanung, Bayern weiträumig umfahren kann...

LG und have a sunny day

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frische Nachrichten von Helen Tremlett, die wir ja von ihrer Langzeitstudie zum natürlichen MS Verlauf kennen. [Zitat: Auch nach 40 Jahren MS sind noch 4 von 5 Patienten gehfähig]

Medscape.com schreibt zu ihrer neuesten Veröffentlichung (leider nur im Bereich für Fachnutzer)

"Der Aufenthalt im Freien im Sommer scheint stärker mit einem verringerten Risiko für Multiple Sklerose (MS) assoziiert zu sein als die Dauer einer direkten Sonneneinstrahlung auf die Haut. Dies zeigt eine neue Studie, die in Neurology veröffentlicht worden ist [1]."

"Dieses Ergebnis impliziert, dass „der Mechanismus nicht nur durch Vitamin D vermittelt wird“, sagte Dr. Helen Tremlett, Hauptautorin der Studie von der University of British Columbia im kanadischen Vancouver, gegenüber Medscape. „Das Vitamin D spielt wohl eine Rolle, doch deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass auch andere Faktoren beteiligt sein könnten. Das Sonnenlicht könnte neben der Vitamin-D-Produktion noch weitere immunologische Effekte haben.“

"Das Vitamin D spielt wohl eine Rolle, doch deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass auch andere Faktoren beteiligt sein könnten". Dr. Helen Tremlett

Der Abstract (englisch) bei neurology.org

'Don't be afraid to go outside': New study suggests sunshine reduces MS risk
"Tremlett said the protective mechanism from the sunlight is not clear, but it does not appear to be vitamin D, which skin makes when exposed to sunlight. Other possible factors include that sunlight on your skin can modulate your immune system, and that sunlight in your eyes adjusts melatonin levels."

Quelle: http://www.cbc.ca/news/canada/prince-edward-island/pei-sunshine-multiple-sclerosis-tremlett-1.4584055

Übersetzung [mit Deepl.com]
"Fürchte dich nicht, nach draußen zu gehen": Neue Studie zeigt, dass Sonnenschein das MS-Risiko reduziert

"Tremlett sagte, dass der Schutzmechanismus des Sonnenlichst nicht klar ist, aber es scheint nicht Vitamin D zu sein, das die Haut macht, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Andere mögliche Faktoren sind, dass das Sonnenlicht auf Ihrer Haut Ihr Immunsystem modulieren kann und dass das Sonnenlicht in Ihren Augen den Melatoninspiegel reguliert." Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator"

Das geht deutlich über die reine Vitamin D -Geschichte hinaus:

Sonne regelt das Immunsystem
Sonne durch die Augen reguliert den Melatoninspiegel

Da schrieb das Ärzteblatt 2015 schon zum Thema:
"Ein Anstieg der Melatonin-Konzentration könnte erklären, warum Patienten mit Multipler Sklerose in den dunklen Wintermonaten weniger Krankheitsschübe erleiden. Experimentelle Studien in Cell (2015; 162: 1338–1352) ergaben, dass das Nachthormon die Autoimmunreaktion in einem Mäusemodell der Erkrankung abschwächt und dabei die Aktivität von T-Zellen beeinflusst."

Die Studie dazu (engl.): "Melatonin Contributes to the Seasonality of Multiple Sclerosis Relapses"


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