direkte und indirekte Einflüsse; ein Unterschied! (Allgemeines)

Boggy, Donnerstag, 11.01.2018, 13:44 (vor 104 Tagen) @ W.W.

Aber falls es zutrifft, wäre es eine indirekte Einflußnahme.

Es würde nicht bedeuten, daß ich dadurch direkt Einfluß auf die MS genommen habe.


Was mich am mesiten stört, ist, wenn man sagen würde: "Natürlich ist es gut 'gesund' zu leben - was immer das heißen mag -, aber das tut sicherlich nicht nur der MS gut, sondern allen Krankheiten."

Bei mir würde dieser Satz lauten:
"Natürlich ist es gut 'gesund' zu leben - was immer das heißen mag -, und das tut vielleicht/wahrscheinlich der MS gut, und hilft auch gegen viele andere Krankheiten."

Das würde ich als indirekten und unspezifischen Einfluss werten. Aber darum geht es mir nicht. Es geht mir um einen indirekten und spezifischen Einfluss. Indirekt, weil er möglicherweise nichts mit der Ursache der MS zu tun hat (obwohl ich davon ausgehe, dass Stress und Überlastung doch in irgendeiner Weise eine direkte Ursache der MS sind), spezifisch, weil diese Einflüsse den Verlauf der MS beeinflussen können, indem wenn man sie beachtet, die MS friedlicher verlaufen wird, und wenn man sie ignoriert, wird die MS wild werden.

Das ist wirklich kompliziert ausgedrückt. Ich verstehe Sie so, daß Sie mit "spezifisch" etwas meinen, das zwangsläufig eine Wirkung erzielt. Also ein zwar indirekter, aber dann zwangsläufiger Einfluß.
Das würde mir dann als Widerspruch erscheinen.
Für mich schließt "indirekt" ein: es kann, aber muß nicht wirken, weil die mögliche Wirksamkeit auch von weiteren Faktoren/Wirkungen abhängt.

Aber nun wirds echt problematisch, weil wir an dieser Stelle Gefahr laufen, uns in Begriffen zu verheddern, und dabei die tatsächlichen Prozesse, die sie bezeichnen sollen, aus den Augen verlieren.

Hier müßte der Weg ins Konkrete gehen ...

"Apoptose", verborgene Viren, aktivierte T-Zellen, APC und BHS..., das sind mikroskopische oder molekulare Mechanismen, die näher an dem ursächlichen Geschehen dran sein mögen, aber ich gebe zu bedenken: Ja näher wir an die "Mona Lisa" herangehen, desto mehr löst sich dieses wunderbare Bild in Punkte und Pinselstriche auf. So ist es mit der MS: Wir dürfen nicht zu nah drangehen, wenn wir sie erkennen wollen!

Das könnte eine falsche Ansicht sein.

Aber ich merke, wie schwer das ist, und danke gerade Ihnen, dass Sie sich so viel Mühe mit mir geben. Und ich hoffe sehr, dass wir beide zum Schluss feststellen können, dass sich unsere Meinung angenähert hat, dass wir beide Feder lassen mussten, aber dass das uns beiden widerfahren ist, wie es bei einem guten Kompromiss sein sollte!;-)

Ich möchte die Stimmung nicht verderben, aber anmerken, daß es bei manchen Fragen, unter bestimmten Bedingungen, und aus bestimmten Blickwinkel keine Kompromisse geben kann, sondern nur "es stimmt" oder "es stimmt nicht" ...
Aber ich bin offen, weiter zu schauen ... immer wieder neu und genau ...

Gruß
Boggy

P.S. Und für heute bin ich dann wieder weg ...

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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