Wenn überhaupt: Encepur-Impfung gegen FSME (Allgemeines)

Michael27, Dienstag, 09.01.2018, 16:56 (vor 162 Tagen) @ jerry

Für meine Begriffe ist das Risiko für zuvor Gesunde, im Jahre 2018 eine MS diagnostiziert zu bekommen, und dasjenige für impfwillige MSler, nachteilige Auswirkungen des Impfens zu erleben, größer als das Risiko, von einer FSME-Erkrankung mit dauerhaften Schäden betroffen zu werden.

Hallo Jerry,

vielen Dank für deine ausführliche Info !

Auch das sehe ich seit langem genauso - wobei ich damals natürlich nicht an das MS-Risiko gedacht habe, und mir auch heute höchstens vorstellen kann, dass diese Impfung der Trigger für meine MS gewesen sein könnte. Aber selbst das glaube ich eigentlich nicht, da ich in diesen Jahren erhebliche Veränderungen in meinem Stoffwechsel hatte (männliche Wechseljahre ?), die ich eigentlich als PPMS-Trigger bei mir im Verdacht habe.

Aus Neugier habe ich jetzt mal nach Encepur und 2005 gegoogelt - und bin auf das gestoßen:
https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/31-fsme

Ich zitiere:
"... Mit einer massiven Impfkampagne sollen nun die bisher als unzureichend erachteten Impfquoten in Risikogebieten gesteigert werden. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, z.B. mit einer Impfempfehlung für die gesamte Bevölkerung, wie sie das Sozialministerium in Stuttgart für die gesamte Bevölkerung Baden-Württembergs herausgegeben hat ...
Die Panikmache vor FSME liegt jedoch offensichtlich im gemeinsamen Interesse von Massenmedien und Impfstoffherstellern. In ganz Süddeutschland wird die Angst vor Erkrankungen nach Zeckenstichen geschürt, und Eltern halten Zecken inzwischen für die zweitgrößte Bedrohung für Leib und Leben ihre Kinder (HÖPPE 2006). In der Süddeutschen Zeitung erscheint jedes Frühjahr ein halbseitiger Artikel, in denen ein Münchner Tropenmediziner, der für den ENCEPUR-Hersteller Chiron Behring Impfforschung betreibt, die FSME-Impfung für alle fordert. Ärzte werden mit Propagandamaterial und ungenauen Angaben über die geographischen Verbreitungsgebiete der FSME regelrecht zugeschüttet, Kindergärten und Schulen verbinden geplante Ausflüge oder Freizeiten mit der Empfehlung zur FSME-Impfung, selbst wenn der Aufenthaltsort in keinem Risikogebiet liegt.

Die Kampagne war 2007 so erfolgreich, dass bereits im Mai alle Impfstoffe ausverkauft waren, die Impfhersteller ihre Umsätze verdoppelt hatten und in einem Anschreiben an alle Ärzte eine "Entscheidungshilfe zur Vorgehensweise bei temporärer Impfstoffknappheit" versandten ..."

Der Artikel ist sehr gut - und spricht für sich. Er stammt in der ursprünglichen Form wohl aus 2007 - und macht die damalige Einschätzung meiner Hausärztin (und im Endeffekt auch von mir) nachvollziehbar.

Michael


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