Wenn überhaupt: Encepur-Impfung gegen FSME (Allgemeines)

jerry @, Dienstag, 09. Januar 2018, 15:32 (vor 9 Tagen) @ Michael27


...Aber da wir hier im/am Odenwald leben mit einer deutschlandweit sehr hohen Zeckendichte, war die Versuchung (sich darauf einzulassen) relativ groß.


Hallo Michael,

seit ca. 50 Jahren 'heißt es' in deutschen Medizinerkreisen, die FSME-Durchseuchung von Zecken käme langsam von Süden her (Slowenien, Tschechien, Ungarn, Bayern...) nach Deutschlands Norden voran.

Um es mal etwas frech auszudrücken, hab ich seit knapp 40 Jahren zu diesen Kreisen gezählt, und das mühsame Vorankommen Zentimeter um Zentimeter mitverfolgen können. shades

Hab eben gelesen, dass nach behördlichen Daten die Zahl der Erkrankungen im Odenwaldkreis von 2015 nach 2016 signifikant gestiegen sei, nämlich von 3 Fällen auf insgesamt 5 Erkrankte.

Zur Schwere der Krankheitsbilder ist nix zu erfahren.

Der RKI-Ratgeber (Robert-Koch-Institut) schreibt zur Symptomatik von FSME-Erkrankten:

Der typische Verlauf einer FSME-Erkrankung ist biphasisch und beginnt mit un­spe­zi­fischen, grippeähnlichen Beschwerden. Nach einem kurzen symp­tom­freien Intervall von bis zu 1 Woche folgen die spezifischen neuro­logischen Ma­ni­fes­ta­ti­onen der FSME (Meningitis, Enzephalitis, Myelitis). Ein hoher Anteil der In­fek­tio­nen (ca. 70 bis 95%) verläuft jedoch asymptomatisch oder die zweite Krank­heits­phase bleibt aus. Bei schweren Verläufen besteht die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen, in der Regel in Form von Paresen, aber auch von Anfallsleiden oder lange andauernden Kopfschmerzen. Diese Symp­tome können oft Monate nach der Erkrankung persistieren. Häufig kommt es je­doch selbst nach schweren Verläufen zur völligen Heilung. Schwere Krank­heits­ver­läufe wer­den fast nur bei Erwachsenen beobachtet. Bei ca. 1% der Erkrankten mit ZNS-Beteiligung führt die Erkrankung zum Tode.
Zitatende

Offizielle 'wissenschaftliche' Hinweise zu möglichen Nachteilen der FSME-Impfung findest Du z.B. hier.

Für meine Begriffe ist das Risiko für zuvor Gesunde, im Jahre 2018 eine MS diagnostiziert zu bekommen, und dasjenige für impfwillige MSler, nachteilige Auswirkungen des Impfens zu erleben, größer als das Risiko, von einer FSME-Erkrankung mit dauerhaften Schäden betroffen zu werden.

Das ist aber meine ganz persönliche Meinung, mit der ich niemanden missionieren werde. ;-)


LG, jerry


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