Multiple Sklerose - Ist Heilung möglich? (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 04.01.2018, 10:50 (vor 289 Tagen)

Ich glaube, die MS ist heilbar, obwohl beim Begriff „Heilung“ alle Alarmglocken angehen.

Oft wird von einem ganz überzogenen Heilungsbegriff ausgegangen, der restitutio ad integrum, was bedeutet, dass jemand, der geheilt ist, wieder so ist, wie er vor Beginn der Krankheit war. Das kommt vor, ist aber eher selten, wenn z.B. nach einem verheilten Knochenbruch nichts mehr davon merkt. Auch nach Kinderkrankheiten kommt so etwas vor, dass nach überstandenen Masern alles wieder so ist wie zuvor.

Man hat sogar einen Vorteil durch die Krankheit, dass man nämlich nie wieder Masern bekommen wird. Das ist ja auch der Sinn von Impfungen: Man macht die Krankheit in Miniform durch und behält eine lebenslange Immunität.

Allerdings gibt es auch warnende Stimmen, die sagen, Impfungen könnten die Krankheit in eine Nische drücken, wo sie sich mausern und in veränderter Form wieder in Erscheinung treten können. Windpocken sind ein Beispiel, bei denen sie das Herpesvirus nach anscheinend überstandener Krankheit in Nervenganglien zurückzieht und viel später als Herpes zoster sich wieder zurückmeldet.

Ich werde den Begriff „Heilung“ hier in einer abgeschwächten Form verwenden. Ich meine damit, dass eine Krankheit zum Stillstand kommt und nie wieder zum Ausbruch gebracht werden kann. Die Tuberkulose wäre ein Beispiel: Man macht als junger Mensch eine Tuberkulose durch, so dass man auf einer Lungenaufnahme die verkalkten Lymphknoten nachweisen kann, aber man wird nie wieder krank. Nicht unbedingt deswegen, weil man eine lebenslange Immunität erworben hat, sondern weil man in Lebensumständen lebt, die einen gegen eine Tuberkulose feien.

Sind diese Überlegungen auf die MS übertragbar?

W.W.


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