MS, humane endogene Retroviren, Fortsetzung Dr. Emmer (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 28. November 2017, 12:44 (vor 13 Tagen) @ Boggy

Ich muss mich mühsam in das Thema einarbeiten, bitte also um Nachsicht, wenn ich etwas falsch verstanden habe.


Das muß ich auch, und ich verstehe nur relativ wenig.

Herr Emmer ist der Ansicht, dass es im menschlichen Körper Retroviren gibt, die unter bestimmten Umständen aktiviert werden können. Sie können also lebenslang schlummern und unschädlich sein, aber es kann passieren, dass sie - wie Dornröschen - plötzlich aufgeweckt und aktiv werden und ich dann z.B. als MS äußern.


Das ist wohl deutlich komplizierter.

Ich korrigiere mich:

Die Grundidee lautet (wie Boggy richtig schreibt): Herpes-Viren (z.B. EBV) sind in der Lage ein im Körper schlummerndes Retrovirus zu aktivieren.

Diese schlummernden Retroviren könnten also im Körper vieler Menschen vorhanden sein, ohne irgendwie aggressiv zu werden. Dann aber kommt eine EBV-Infektion und einige der Retroviren können geweckt werden.

Diese aktivierten Retroviren könnten sich ins Myelin einnisten und es abtöten. Dann käme es sekundär zu einer Entzündungsreaktion mit dem Einwandern von Lymphozyten.

Das heißt, nach dieser Hypothese läuft die MS-Pathogenese so: Im Körper schlummern Retroviren (HERV), diese werden durch eine EBV-Infektion aktiviert. Dann greifen sie das Myelin an und zerstören es, und erst sekundär rücken Lymphozyten in das betroffene Gebiet vor, um das zugrunde gegangene Gewebe abzuräumen.

Trifft es das besser?

W.W.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum