Beeinträchtigt die MS die Denkfähigkeit? (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 27. November 2017, 17:07 (vor 16 Tagen) @ motorschiffbesitzer

PS: Es geht hier um ein sehr abstraktes Problem, das Sie möglicherweise für unwichtig halten.


Mit Sicherheit nicht. Grundbedingung ist für mich, dass in Texten keine systematischen Widersprüche erzeugt, forciert, was auch immer werden.

Ab da sehe ich eine Chance für einen fruchtbaren Austausch.

Das freut mich. Dieses Definitionsproblem ist tatsächlich ein besonders schwieriges.

Wenn ich das kurz einschieben darf: Wir denken oft in Bildern und loben Menschen, die sich bilderreich ausdrücken können. Aber Bilder können in die Irre führen, auch wenn man es nicht deutlich merkt.

Z,B. sagt man: Die Sprache ist wie ein Kleid für den Gedanken. Damit ist völlig klar, was gemeint ist. Man kann den Gedanken auch in dieser "Verkleidung" erkennen. Weiter denkt man oft: Je genauer ich das sprachliche Kleid an meinen Gedanken anschneidere, desto besser kommt er zum Ausdruck.

Das halte ich für einen (verständlichen) Denkfehler, weil man eben denkt: Je präziser ich mich ausdrücke, desto besser mache ich mich verständlich.

Aber es gibt ein Problem: Wenn ich Maß nehme, um ein Kleid zu schneidern, an as nehme ich Maß? Gibt es so etwas in meinem Gehirn, was ich ausmessen kann, um dann nach diesen Maßen ein sprachliches Kleid zu schneidern?

Die Präzision könnte also eine scheinbare Präzision sein. Eine Präzision vortäuschen!

W.W.


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