Vollzeit-/Teilzeit-Arbeit mit MS (Allgemeines)

Michael27, Montag, 27. November 2017, 15:45 (vor 15 Tagen) @ Bluna

Ich bin zwar jetzt drei Jahre in der Passivphase der Altersteilzeit, würde mir aber grundsätzlich mein Arbeitspensum von vor 3 Jahren noch zutrauen.
Aufgehört habe ich mit knapp 60 - aber nicht wegen der MS. Ich habe auch in der IT gearbeitet (wie Faxe) und war in den letzten Jahren SAP-Berater und habe dann bei einem größeren Unternehmen den Online-Shop mitaufgebaut.

Aufgehört habe ich, um mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. Meine PPMS habe ich seit etwa 10 Jahren, jetzt mit EDSS von etwa 5. Vor 3 Jahren lag mein EDSS-Wert etwa bei 4,5 - und die MS war noch nicht diagnostiziert. Da ich kognitiv - nach wie vor - keine Einschränkungen habe und auch keinerlei Augen-Probleme in Zusammenhang mit der MS habe oder hatte, gäbe es keinen Grund, einen geistig anspruchsvollen Büro-Job nicht auch heute noch zu bewältigen.
Was natürlich noch eine Rolle spielt: meine Fatigue ist weg, seitdem ich (seit Juli 2015) Rimkus-Kapseln mit Progesteron nehme.

Jetzt stecke ich meine Energie in AMSEL-Seminare (als Teilnehmer), Querflöte-Spielen, Weihnachtsgebäck backen (heute vormittag), Doppelkopf spielen, Familie meiner Schwester besuchen, Kochen, Bügeln, Yoga, Feldenkrais, CranioSacral - das waren alles Aktivitäten der letzten 3 Wochen.

Ja, und ihr merkt es schon, ich freue mich auch und bin ein bisschen stolz drauf, dass manchmal so vieles noch geht und ich ab und zu das Gefühl einer unbändigen Energie habe. Dann denke ich mir einfach, mein Körper und ich, wir lassen uns nicht unterkriegen von einer MS. In guten Momenten sehe ich meine MS als große Herausforderung - wie ich auch schon andere große Herausforderungen in meinem Leben bewältigt habe und mich Prüfungen/Herausforderungen reizen und positive Energie bei mir mobilisieren ("positiver Stress"). Aber natürlich gibt es auch die schlechten Momente ...

Michael


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