Beeinträchtigt die MS die Denkfähigkeit? (Allgemeines)

Boggy, Montag, 27. November 2017, 13:24 (vor 16 Tagen) @ W.W.

Darüber spricht man ungern. Unter der Hand meint man wohl: Eine leichte MS beeinflusst die Denkfähigkeit nicht, eine schwerere schon.

Lieber WW,
aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß die MS die Denkfähigkeit beeinflußt.
U.U. auch bei einer "leichteren" Form, ohne daß man es dort deutlicher merkt.(?)
"Schwer" oder "leicht" sind hier allerdings Kategorien, die ich nicht gut zuordnen kann.
Die Dauer der MS-Erkrankung spielt für mich eine nicht unwesentliche Rolle.

Meine Hirnleistung ist also deutlich eingeschränkt, aber warum betone ich das so? Weil ich meine, man könne mit einer eingeschränkten Hirnleistung am besten umgehen, indem man sich schont - und nicht indem man trainiert, trainiert, trainiert. (Je mehr man seine Hirntätigkeit stimuliert, desto schneller ermüdet man!)

Ich habe das hier auch schon öfter gesagt.
Über die letzten Jahre hat bei mir (ppMS) die Konzentrationsfähgikeit stark abgenommen.
Am Stück maximal eine dreiviertel Stunde bis eine Stunde, (höchstens 2x am Tag), danach schaltet mein Gehirn in eine Art Benommenheit und stark verlangsamte Denkgeschwindigkeit. (Zombie-Modus ;-) )

Generell ist meine Denkgeschwindigkeit verlangsamt, auch meine Reaktionsfähigkeit
(weshalb ich schon vor 4 Jahren mein Auto abgegeben habe).
Komplexe Denkleistungen in kurzer Zeit gehen nicht.

Das "gesundeste" (hilfreichste) Verhalten dabei: in etwa, wie Sie sagen, ich muß gut auf meine geistigen Belastbarkeitsgrenzen achten; und sie möglichst nicht überschreiten. Das hat nur üble Folgen.

Der goldene Weg ;-) damit: das Denken, die geistige "Arbeit", auf keinen Fall aufgeben, aber im Rahmen der eigenen (schwankenden) Belastungsfähigkeit justieren.

Gruß
Boggy

--
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