Ist die Basistherapie teurer als die Psychotherapie? (Allgemeines)

Marc @, Montag, 07. August 2017, 11:25 (vor 76 Tagen) @ W.W.

..der Nutzen der Basistherapie müsste nach so langer Zeit belegbar sein. D.h., MS-Betroffene, die frühzeitig mit einer Basistherapie anfangen, sollten nach 10 oder 20 Jahren einen niedrigeren EDSS haben, als Menschen, die eine Basistherapie abgelehnt haben.
Gibt es dazu Zahlen? Oder nur komplizierte Schlussfolgerungen aus komplizierten Studien? Oder ganz einfach: Auf welche Studie berufen Sie sich, wenn Sie annehmen, die Basistherapie sei sinnvoll?

Es erscheinen regelmäßig Studien zur Langzeitbetrachtung von bereits zugelassenen Therapien. Ich wäre nicht in der Lage, auf eine bestimmte Studie zu verweisen da ich zum einen keine komplette Übersicht habe und auch noch nie diese Annahme belegen musste.

Generell läßt sich sagen, dass Langzeitstudien mit einer fixen Teilnehmergruppe valider sind als Kohortenstudien mit schwachen Einschlußkriterien. Das systemische Problem mit MS Therapiestudien ist das Fehlen von eindeutigen Endpunkten beim Krankheitsfortschritt und Biomarkern um Responder von möglichen nicht Respondern beim Einschluß der Teilnehmer zu segmentieren.

Entsprechend groß sind die Interprätationsspielräume bei der Betrachtung der Ergebnisse und die nachfolgenden Diskussionen. Als Ergebnis entsteht eine Endlosschleife der Pro/Comtra Argumente. Der Therapeutische Ansatz ist daher vergleichsweise einfach: man probiert eine Therapie aus und macht eine Bestandsaufnahme nach einer gewissen Zeit. Entweder sie hat etwas "gebracht" bei vergleichsweise geringen NW oder man hört damit auf.


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