Pfeifen im Wald (Straßencafé)

Boggy, Mittwoch, 14. Juni 2017, 15:18 (vor 183 Tagen) @ naseweis

Sehr interessant das Heilungsverständnis im Buddhismus

"Auch in den nicht-christlichen Weltreligionen spielt die Heilung eine bedeutende Rolle. Im frühen Buddhismus bestand die Vorstellung, dass ein Mensch, der mit der Wahrheit übereinstimmt und diese ausspricht, Heilung von Krankheiten bewirken kann: > (steht so bei Wikipedia)

(...)

(nach buddhistischem Heilungsverständnis scheint die Wahrheit der Etablierten die falsch Wahrheit zu sein, sonst wären ja alle schon geheilt)

Lieber naseweis,
da würde mich nun aber doch die Quelle genauer interessieren: wo genau bei Wikipedia.
Nur damit der Buddhismnus nicht in Verruf gerät. ;-)

Denn, DEN Buddhismus gibt es nicht. (was zu erwarten war ...), sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Richtungen ("Schulen"), die sich zum Teil sehr deutlich voneinander unterscheiden, - eben wohl auch in ihrem Heilungsverständnis.

Sowohl der Artikel bei Wiki als auch die Quelle, auf die er sich bezieht, wären also von erheblichem Interesse. :-)

Um die Relativität von "gesund" und "krank", oder "schwach" und "stark" im "Buddhismus" ein bißchen anschaulicher zu machen gibts ein kleines Zitat von Zen-Meister Shunryu Suzuki zum Schluß (Vorsicht: Es könnte verwirrend wirken :-D )

Gruß
Boggy

Zen-Meister Suzuki sagt:
"In letzter Zeit war ich krank, und weil ich schon seit vielen Jahren Zazen übe, mögen manche Menschen sagen: 'Er wird sich nicht erkälten oder unter Grippe leiden .... aber ist es nicht komisch, daß er so lange im Bett geblieben ist?' Wir mögen glauben, daß Zazen (die Sitzmeditation im Zen; Boggy) uns körperlich stark und psychisch gesund machen wird, aber ein gesunder Geist ist nicht bloß ein gesunder Geist im üblichen Sinne, und ein schwacher Körper ist nicht bloß ein schwacher Körper. Ob sie nun schwach sind oder stark, wenn diese Schwäche oder Stärke auf dem gründet, was wir die Wahrheit oder Buddha-Natur nennen, dann ist das ein gesunder Geist und ein gesunder Körper."

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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