Magersucht und Übergewicht (Allgemeines)

Idefix @, Körbchen, wenn ich nicht gerade rumflitze, Montag, 03. Oktober 2016, 20:15 (vor 413 Tagen) @ W.W.

Naja wie bei allem gibt es keine einheitliche Erklärung.
Sowohl bei Magersucht als auch Fettleibigkeit gibt es psychische Ursachen, Zuwendungsmangel, Traumata, ...
Dann gibt es körperliche Voraussetzungen..., Neigung zu Gewichtszu/-abnahme... Stichwort Stoffwechsel... wie ist die Ernährung geprägt, ...
Jojo- Effekt,...

Ich bekomme immer bei den Diäten die Krise,... ich bin doch diätresistent. Die einzigen Diäten die ich je gemacht habe sind FdH (als ich von 63kg runter kommen wollte... selbst da war ich durch Substitution sehr erfinderisch) Zweim Wochen Hebener. Nach Studium des Kochbuches und unmöglichen Eßgelüsten hab ich das was ich für gut befunden habe behalten und den Rest verworfen. Wenn ich explizite Empfehlungen für glutamathaltige Würzmischungen lese bekomm ich Anfälle...

Wenn ich von latenter Magersucht rede hat das nichts mit MS zu tun, sondern mit einem BMI der immer um 19 schwankt, meine Neigung Essen zu vergessen, abends zu bemerken, hups ich habe heut noch nix gegessen.
Andererseits meide ich die Waage, bin diätresistent, finde die Werbung für fettreduzierte Lebensmittel einfach doof.
Viele Schauen etwas zu essen an und bekpmmen Zuwachs auf den Hüften, wenn ich keinen Hunger habe purzeln bei mir nicht Gramms sondern Kilos.
Mein Mann wird "genötigt" das zu essen was ich nicht mehr mag... von Schwestern im KH hab ich gelernt, daß das gerne eine Strategie magersüchtiger ist. Ich koche gerne und gut, aber ich hab oft schon keinen Hunger mehr wenn ich gekocht habe...manchmal ist es einfach der Geschmack den ich haben wollte.
Häufig ist man durch die Essensgewohnheiten aus der Kindheit und Jugend geprägt. Beiuns gab es 1-2x die Woche Fleisch und wenn dann Gutes. Viel frisches Gemüse und Obst, Süßigkeiten gab es selten ich habe es heute noch nicht mit Süßigkeiten.... eine Freundin von mir ist das Gegenteil von mir. Sie hat zwei Kinder. Die Tochter kommt nach ihr, ihr Sohn ist ein Spargeltarzan. Beide sind mit der gleichen Erziehung und Ernährung aufgewachsen.

Also werden unsere Ernährung, Figur etc. von mehr Faktoren geprägt als von der Psyche.
Ich hab als Jugendliche rythmische Sportgymnastik gemacht. Ich hasste immer Leichtathletik und Ballsportarten. Beim Turnen flog ich vom Reck, was ich locker am Stufenbarren turnte... hatte ich Angst vor dem Reck... vermutlich, ich bin schließlich oft genug runtergefallen, beim Stufenbarren brauchte ich schließlich keine Angst haben weil ich es konnte.

Unsere Psyche ist geprägt von Erfolgen und Mißerfolgen, was ich daraus entwickelt hängt von so vielem ab. Hat man die Neigung zu Suchtverhalten... Alkohol, Handy, Essen, Spielen, Rauchen,... hat man gelernt mit Versuchungen um zu gehen...
Welche Persönlichkeit hat man???

Habe ich Krebs, MS bekommen weil ich eine entsprechende Psyche habe??? Och nö, ... sind wir nicht alle ein bischen Bluna???

Bei meinen Gesprächen mit einigen Mitpatienten in der Psychatrie sind wir öfter zu dem Schluß gekommen, daß wir oft weniger verrückt verrückt waren als sog. Normale.

Wir sind alle geprägt von unserer Familie, dem sozialen Umfeld, Ereignissen und ob man gelernt hat mit sowas um zu gehen. Jmd. der nie mit Krankheit konfrontiert war tut sich meist sehr schwer...

Idefix


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